Letzlingen l Am Sonnabend bezwangen die Ostaltmärker auf dem Letzlinger Kunstrasenplatz den Landesklasse-Vertreter SV Eintracht Salzwedel mit 5:4 (4:1) und scheinen bereits in ordentlicher Frühform zu sein.

Turbulente Startphase mit drei Treffern

Und die Zuschauer mussten auch gar nicht lange warten, ehe es auf dem Platz rund ging. Ehe sie sich versahen, waren nämlich drei Treffer gefallen. Nach nur 70 Sekunden zappelte das Leder erstmals im Eintracht-Kasten. Jaeger bediente Beyer mustergültig, so dass dieser keine Mühe hatte, auf 1:0 für den MSV zu stellen. Nur zwei Zeigerumdrehungen später hieß es aber bereits wieder 1:1. Diesmal legte sich Nowak das Leder zurecht und guckte mit einem starmmen Schuss-MSV-Schlussmann Ziesmann aus.

Doch wer jetzt dachte, die Lage würde sich beruhigen, sah sich getäuscht. Wiederrum nur zwei Minuten danach hieß es 2:1 für den Landesligisten. Diesmal konnte die Salzwedeler Hintermannschaft in der Box nicht richtig klären, so dass Kaul im dritten Versuch, vorher vergaben Beyer und Kühne, Erfolg hatte (5.).

Sechs Treffer zur Pause

Danach wurde es aber ruhiger auf dem Platz. Dennoch fanden die Salzwedeler nicht wirklich eine Bindung zum Spiel. Auf der anderen Seite blieben die Möringer am Drücker und kamen durch Kühne (25.) zum 3:1. Damit aber noch nicht genug, denn in Minute 33 war es erneut Beyer, der wenig Mühe hatte, auf 4:1 zu stellen. Doch erneut schlug die Eintracht zurück. Der gerade eingewechselte Pascal Kreitz schloss eiskalt ab und brachte die Jeetzestädter zur Pause noch auf 2:4 heran.

Nach dem Wechsel schwanden aber beim MSV etwas die Kräfte. Einen Tag zuvor trainierten die Jungs nämlich in der Muckibude in Stendal. „Das wird man in Halbzeit zwei auch zu merken“, orakelte MSV-Präsident Frank Beer. Und er sollte Recht behalten.

Eintracht drückt auf den Ausgleich

Salzwedel kam nun auch besser zurecht und hatte die nötige Puste. Spätestens nach dem 3:4 durch Kevin Gebert (50.) roch die Elf von Helge Kietzke wieder Lunte. Nach gut einer Stunde tauchte aber der agile Kühne vor der Kiste auf und traf zum 5:3 für Möringen. Doch auch das sollte keine Sicherheit geben, denn in Minute 72 war es Stefan Heuer, der die Eintracht erneut auf 4:5 heranbringen konnte.

Danach entwickelte sich ein Nervenspiel. Zunächst verschoss Salzwedels Julian Seehausen (76.) einen Foulelfmeter (drüber) und vergab damit die große Chance zum Ausgleich, und nur wenig später parierte auf der anderen Seite Röhl (79.) einen Versuch von Beyer vom Elfmeterpunkt, so dass es am Ende einer munteren Partie beim knappen MSV-Sieg blieb.

Statistik

Torfolge: 0:1 Kevin Beyer (2.), 1:1 Luca Nowak (3.), 1:2 Aaron Kaul (5.), 1:3 Phllip Kühne (25.), 1:4 Kevin Beyer (35.), 2:4 Pascal Kreitz (37.), 3:4 Kevin Gebert (50.), 3:5 Phillip Kühne (63.), 4:5 Stefan Heuer (72.).

SV Eintracht: Röhl - Seehausen, Roth, Gebert, Gille, Wulff, Michael, Beck, Nowak, Müller, Plewe (Heuer, Kreitz, Biermann, Lohr).

Möringer SV: J. Ziesmann - Eggert, Beyer, Gödecke, Schönburg, Kaul, Kumpe, Kühne, Ehricke, Jaeger, S. Ziesmann (Wendt, Lauck, Bamba).

Vorkommnisse: Salzwedels Julian Seehausen (72.) verschießt einen fälligen Strafstoß. Salzwedels Dennis Röhl pariert einen Strafstoß von Möringens Kevin Beyer (79.).

Schiedsrichter: Nico Schmidt (Schwiesau).

Zuschauer: 36.