Langenapel l Viele Experten hatten den SV Langenapel nach dessen Umbruch nicht als Titelkandidaten in der Fußball-Kreisoberliga auf der Rechnung. Dass die Mannschaft von Neutrainer Mario Seidel aber genau solch einer sein könnte, zeigte sich gegen Schwiesau. In seinem ersten Saisonspiel gelang dem amtierenden Kreismeister ein klarer 4:1 (1:1)-Heimerfolg gegen den Vorjahresdritten SV Schwalbe Schwiesau.

Fast der gesamte Kader dabei

Das erste Ausrufezeichen ist gesetzt. Langenapel machte genau dort weiter, wo es in der vergangenen Saison noch unter der Regie von Coach Ronny Müller aufhörte. Dessen Nachfolger Mario Seidel hatte – abgesehen von Gunnar Zilt – fast seinen gesamten Kader beisammen. Michael Vogt oder auch Martin Müller, die während der Vorbereitung kaum vor Ort sein konnten, zeigten, dass sie nach wie vor echte Anführer sind.

Allerdings mussten die Schwiesauer, die sich zum Auftakt immerhin noch ein 2:2 gegen Mieste erkämpften, aufgrund eines Festivals auch auf mehrere Stammspieler verzichten und wollten den Spieltermin im Vorfeld eigentlich verlegen. Speziell im zweiten Durchgang fehlte den Schwalben einfach die nötige Kraft, um ernsthaft dagegen zu halten.

SV Langenapel tut sich schwer

Die Gäste aus Schwiesau konzentrierten sich erst einmal auf eine sichere Defensive und ließen – wie es auch zu erwarten war – den SVL das Spiel gestalten. Dieser tat sich zu Beginn allerdings noch etwas schwer damit. Zwar verbuchte die Seidel-Elf viel Ballbesitz, ließ gute Ansätze erkennen, doch gefährlich vor den Kasten von Nick Blume kam sie zunächst nicht. Blume musste in der Anfangsphase nur einmal ran, als er einen Versuch von Torben Assel noch gegen die Latte lenkte.

Die Schwalben probierten es sporadisch mit Kontern. Benjamin Lenk kam auch zum Abschluss, doch Benjamin Altmann im Tor klärte. In Minute neun durften die Platzherren dann aber jubeln. Libero Vogt hämmerte einen Freistoß mit ordentlich Schmackes in die Maschen. Die Langenapeler blieben die aktivere Mannschaft, hätten beispielsweise durch Fabian Meyer per Kopf (drüber) auch nachlegen können. Eine Nachlässigkeit in der Defensive wurde kurz vor dem Kabinengang direkt bestraft. Den Versuch von Martin Ahlemann konnte Altmann nur nach vorne abwehren, wo Michael Wendorff wenig Mühe hatte, zum 1:1 (45.) abzustauben.

Spiel läuft für Langenapel

Anstelle des angeschlagenen Assel brachte Mario Seidel in der Pause David Meyer. Ein guter Schachzug, wie sich schon bald herausstellen sollte. Die Nummer zehn fand gut in die Partie und bekam in Minute 57 viel Freiraum vom Gegner angeboten. Diesen nutzte Meyer mit einem platzierten Schuss, bei dem sich Blume noch so lang machen konnte, zum 2:1. Zuvor hätte das Duell aber auch durchaus in die andere Richtung kippen können, hätte Schwiesaus Franz Beneke seine dicke Möglichkeit genutzt – drüber. Mit der erneuten Führung im Rücken lief das Duell nun aber klar für den SVL.

Neuzugang Philipp Titus traf nach exakt einer Stunde mit einer wohl eher gedachten Flanke genau ins lange Eck – 3:1. Während die konditionell doch abbauenden Gäste durch Uwe Struck nur noch einen Lattenschuss verbuchten, hätten bereits David Meyer (vorbei) oder auch Michel Bergener (drüber) für den Kreismeister nachlegen können. Das tat dann in Minute 70 der kurz zuvor eingewechselte Fabian Gäbel nach Querpass von Kapitän Fred Neuling.

Spiel plätschert dahin

Mit dem 4:1 war das Duell nun natürlich entschieden und plätscherte in der Schlussphase genau genommen nur noch weitestgehend höhepunktlos vor sich hin. Lediglich Emil Murzaliev sowie im Nachschuss Gäbel hatten noch das fünfte SVL-Tor auf dem Fuß, doch auch so konnte der SV Langenapel von einem Auftakt nach Maß sprechen.

SV 51 Langenapel: Altmann - Murzaliev, Jacobs, Assel (46. D. Meyer), Vogt, Neuling, Mart. Müller, F. Meyer, Bergener, St. Roese (76. Schneider), Titus (66. Gäbel).

SV Schwalbe Schwiesau: Blume - Wendorff, Isik, Könnemann, Lenk, Ahlemann, Hintze, F. Beneke, Struck, Clemens (74. Gläss), Olhöft (82. Wiesel).

Torfolge: 1:0 Michael Vogt (9.), 1:1 Michael Wendorff (45.), 2:1 David Meyer (57.), 3:1 Philipp Titus (60.), 4:1 Fabian Gäbel (70.).

Schiedsrichter: Paul Lemme.

Zuschauer: 81.