Alsleben l Ein dickes Ausrufezeichen setzte der SV Liesten 22 aus der Fußball-Landesklasse, Staffel I, am Sonnabend in der ersten Hauptrunde des Fußball-Landespokalwettbewerbs. Nein, die Westaltmärker gaben nicht einem ganz großen Brocken wie dem Halleschen FC oder dem VfB Germania Halberstadt das Nachsehen, doch sie überzeugten auswärts beim immerhin Vorjahres-Zweiten der Landesklasse IV, FSV Rot-Weiß Alsleben. Durch ein auch in dieser Höhe verdientes 4:1 (2:1) erreichten die Liestener die zweite Runde.

Frühe Führung für Alsleben

„Wir waren von Anfang bis Ende sehr konzentriert, taktisch diszipliniert und auch physisch in guter Verfassung. Das war großes Kino“, geriet auch SVL-Trainer Michael Piotrowski ins Schwärmen. Seine Mannen leisteten sich, auch wenn sie von Beginn an eigentlich hellwach waren, einen Fehler im Aufbau. Dieser wurde bestraft, Tim Gadkowsky überwand Dawid Szczerbik zum 1:0 (12.).

Allerdings zeigten sich die mit einem Bus weit angereisten Gäste dadurch nicht geschockt, bestimmten das Geschehen und ließen dies auch in Zahlen erkennbar werden. Zunächst setzte sich Sebastian Kordus energisch durch und traf aus Nahdistanz zum 1:1 (20.), ehe Steven Beck einen der wohl schönsten Angriffe zum 2:1 (38.) abschloss. „Dieses Ergebnis war zur Pause für unseren Gegner schmeichelhaft“, verriet Piotrowski, der unter anderem noch einen Pfostentreffer von Henning Schröder sah.

Freistoßtor von Beck

Die Mannen aus der Westaltmark ließen auch nach Wiederbeginn nicht nach, blieben voll fokussiert und tonangebend. Mit einem herrlichen Freistoß markierte Beck das 3:1 (54.), ehe Niels Bierstedt ebenfalls sehenswert für den 4:1-Endstand (69.) sorgte. Marcin Galkowski (gehalten) oder auch Markus Krotki (Außennetz) hätten sogar noch weiter nachlegen können.

„Spielen wir das Ding effektiv zu Ende, hätten wir auch sieben oder acht Tore erzielen können“, gab Liestens Coach zu, der aber eine „360-Grad-Wende“ im Vergleich zum Altmarkpokalduell gegen Arneburg (1:4) sah und nun wieder zuversichtlicher sein darf.

FSV Rot-Weiß Alsleben: Block - Bauer, Pilz, Leschinger, Lange (73. Dienel), Naumann (11. Rockmann), Lichtenfeld, Gadkowsky, Reitmann (83. Köhler), Kluge, Schön.

SV Liesten 22: Szczerbik - Wiese (66. St. Mangrapp), Bresch, Kordus, Galkowski, Bierstedt, Müller (56. Krotki), He. Glameyer, Schröder, Benecke (78. Steckmann), Beck.

Torfolge: 1:0 Tim Gadkowsky (12.), 1:1 Sebastian Kordus (20.), 1:2, 1:3 Steven Beck (38., 54.), 1:4 Niels Bierstedt (69.).

Schiedsrichter: Sebastian Görmer.