Arendsee l Wie schon vor zwei Jahren stehen sich am Himmelfahrts-Tag im Kreispokal-Endspiel der Herren auf dem Arendseer Sportplatz die beiden Landesklasse-Rivalen SV Eintracht Salzwedel und SV Liesten 22 gegenüber. Schiedsrichter Marco Peters wird die Begegnung um 11 Uhr anpfeifen.

Blickt man auf den Ligabetrieb, haben die Salzwedeler morgen womöglich leicht die Nase vorn. In der Landesklasse liegen sie auf Rang zwei und verbuchen zehn Punkte mehr auf dem Konto als der SVL, der den fünften Platz einnimmt. Auch aus den beiden direkten Duellen weist die Eintracht die bessere Bilanz auf. Das Hinspiel in Liesten gewannen die Kreisstädter mit 3:0, während es in der Rückserie an der Jeetze ein torloses Remis gab. Im Endspiel um den Cup werden die Karten aber wieder neu gemischt sein.

Eintracht-Coach kritisiert Ansetzung

Als äußerst ungünstig bezeichnet Salzwedels Trainer Helge Kietzke den Termin des Finals. Schließlich steht schon am Sonnabend die nächste wichtige Partie gegen den FSV Heide Letzlingen, in der es noch um den Landesklasse-Staffelsieg geht, an. „Das hätte man sicher anders lösen können. Zudem ist auch die Anstoßzeit aus meiner Sicht etwas zu früh, weil einige auswärtige Spieler noch viele Kilometer fahren müssen“, so Kietzke.

Dennoch geht die Eintracht hochmotiviert in die Partie. „Vom Gegner her wäre mir ehrlich gesagt Letzlingen im Finale lieber gewesen, doch Liesten ist auch ein guter Kontrahent. Schließlich haben wir noch eine Rechnung offen“, blickt der SVE-Coach auf das Endspiel von 2017 zurück, das der SVL an gleicher Stelle mit 5:2 siegreich gestaltete. In der Rückrunde marschieren beide Teams nahezu im Gleichschritt durch die Liga. Daher ist am Donnerstag auch ein Duell auf Augenhöhe zu erwarten. „Ich denke, dass sich Liesten erst einmal etwas tiefer aufstellt und versucht, unser Spiel zu zerstören und dann zu kontern“, äußert sich Helge Kietzke, der abgesehen vom privat verhinderten Sebastian Heuer seinen kompletten Kader aufbieten kann.

Liesten hat festes Ziel

Diesbezüglich hat auch sein Gegenüber Michael Piotrowski keine großen Probleme. Er muss ebenfalls nur einen Spieler – nämlich Steffen Schmidt – ersetzen und freut sich auf das Endspiel. „Der Gegner ist uns eigentlich egal. Wir wollen zum dritten Mal in Folge den Pokal holen und sind dementsprechend heiß und voll fokussiert.“ Da es sich um ein Derby handelt, ist laut Piotrowski alles möglich, der Ausgang dementsprechend völlig offen. „Wenn man Salzwedel das Spiel überlässt, scheinen sie Probleme zu bekommen. Wir haben also durchaus einen Plan“, verrät der Liestener Coach, der den Termin ebenfalls als „bescheiden“ einordnet, sich in Arendsee – der Eintrittspreis beträgt vier Euro, ermäßigte Karten sind für drei Euro erhältlich – aber auf einen tollen Rahmen freut.

Bereits am Mittwochabend geht an gleicher Stelle das Endspiel im Cup der Altherren über die Bühne. Ab 19 Uhr stehen sich die SG Jävenitz/Letzlingen und der VfB 07 Klötze gegenüber. Geleitet wird diese Begegnung vom Unparteiischen Remo Günther. Mit Jävenitz/Letzlingen trifft der aktuelle Rangdritte der Kreisliga auf den Tabellenzweiten aus Klötze. Daher fällt es schwer, im Vorfeld einen Favoriten auszumachen. Die Tagesform könnte daher der entscheidende Faktor sein, wer am Ende den Pokal holt und damit Nachfolger des SSV 80 Gardelegen wird.