Liesten l „Es war keine perfekte, aber eine gute Saison“, urteilt Spartenleiter Mario Schulz über die Serie 2017/2018 des SV Liesten 22 in der Fußball-Landesklasse, Staffel I. Zwar landete die Elf von Trainer Michael Piotrowski mit 55 Zählern „nur“ auf Rang drei, doch es fehlten nur Sekunden zur möglichen Meisterschaft sowie zum Landesliga-Aufstieg.

SSV 80 Gardelegen der Gegner

In den letzten Spieltag gingen die Liestener als Tabellenführer. Kontrahent war ausgerechnet der ärgste Verfolger SSV 80 Gardelegen, bis dahin mit zwei Zählern Rückstand. Gegen diesen führte der SVL zur Pause mit 3:0, um am Ende tatsächlich noch mit 3:4 zu verlieren.

„Natürlich ist es ärgerlich, wenn man so kurz vor dem Ziel noch abgefangen wird, doch wir können die ganze Saison nicht an dieser einen Szene bewerten. Es hat nur ein Fünkchen gefehlt“, so Schulz. Die Platzierung und auch die Punktzahl wurden im Vergleich zur Vorsaison verbessert, so dass ganz gewiss nicht alles schlecht war.

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SV Liesten lässt viele Punkte liegen

Insgesamt – das weiß auch der Sektionschef – haben die Mannen aus dem Waldstadion jedoch zu viele Punkte liegen gelassen. Dass bis zum Saisonfinale noch alles in Sachen Platz an der Sonne möglich war, lag auch an der fehlenden Konstanz der Konkurrenten an der Spitze.

„Wir dürfen uns demnächst nicht wieder so viele Hänger leisten, müssen uns im Niveau in einer vermutlich noch stärkeren Liga noch weiter steigern. Wir haben aus den Ereignissen vom letzten Spieltag unsere Lehren gezogen, die Niederlage wird uns einen Push geben“, blickt Mario Schulz schon einmal voraus.

Durch ein 3:0 im Finale auf der Salzwedeler Flora gegen Letzlingen konnte das Piotrowski-Team immerhin auch noch den Kreispokal verteidigen, was vor der Saison – auch mit Blick auf die Qualifikation für den Landespokal – ein Ziel war. „Im Endspiel hat man gesehen, dass es schwer gegen uns wird, wenn wir defensiv sicher stehen und voll konzentriert sind. Leider war das mehrfach in dieser Saison nicht der Fall, da waren wir einfach nicht giftig genug“, resümiert Schulz.

Chancenlos beim TuS Wahrburg

Chancenlos waren die Liestener lediglich beim 0:4 in Wahrburg, als sie ihr schlechtestes Spiel ablieferten. Dagegen waren die Erfolge gegen Möringen (7:2/„Das war großes Kino“), Salzwedel sowie gleich zweimal gegen Osterburg (jeweils 2:1) umso eindrucksvoller.

Verbessern möchte der SVL noch die Chancenverwertung („Teilweise haben einfach wichtige Tore gefehlt“) sowie auch das Verhalten nach Standardsituationen. Dann wird der SV Liesten 22 in der kommenden Spielzeit (Trainingsauftakt: 20. Juli) nicht nur wieder um den Titel in der Liga mitspielen, sondern auch im Kreispokalwettbewerb wieder bis zum Ende um den Sieg mitmischen.