Bismark l Im heimischen Bismarker Waldstadion gegen Verbandsligist SV 1890 Westerhausen zog die Mannschaft von Spielertrainer Christoph Grabau mit einer 0:3-Niederlage den Kürzeren.

Im Duell David gegen Goliath sollten die Bismarker den favorisierten Gästen allerdings lange Zeit Paroli bieten und das Leben somit erschweren. Die in gewohnt schwarzer Spielkleidung auflaufenden Grabau-Schützlinge agierten taktisch clever und verschoben diszipliniert. Mit viel Ordnung und Struktur glänzte der Gastgeber - zumindest im ersten Abschnitt - und setzte Nadelstiche nach vorn.

Die Harzer diktierten ihrerseits das Spielegschehen, bissen sich am Bismarker Beton jedoch lange Zeit die Zähne aus. Vor allem Forian Knoblich ließ dem Gegner seinen Atem spüren und gewann viele wichtige Zweikämpfe.

Favorit trifft vor der Pause

Eine Hiobsbotschaft ereilte dem Underdog in Minute 28, als Sebastian Neumann verletzt ausgewechselt werden musste. Eine genaue Diagnose steht aber noch aus. Ohne den Defensivspezialisten auf dem Feld, nahm der TuS den ersten Nackenschlag hin. Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt kassierte der Landesligist das erste Gegentor. Kurz vor der Pause erzielte Philipp Neubauer die Gästeführung. Nach einem simplen Einwurf, der mit dem Kopf verlängert wurde, knipste Neubauer freistehend aus zehn Metern mit dem starken linken Fuß (46.).

Schmidt und Neumann verletzen sich

In Durchgang zwei sollte die Bismarker die nächste Hiobsbotschaft ereilen. Robert Schmidt verletzte sich im Luftduell mit Kevin Wolschke. Für den Verteidiger der Westerhäuser ging es mit Turban weiter, während Schmidt mit blutiger Nase das Feld verließ.

Namensvetter Nick Schmidt erzielte aber dann das zweite Tor des Tages nur vier Minuten nach der verletzungsbedingten Pause. Nach kapitalem Schnitzer von Keeper Hannes Gust, der den Ball beim Spielaufbau in die Füße des Torschützen spielte, bedankte sich Schmidt und schob zum 0:2 ein.

Bismark gab sich aber keineswegs auf und drückte auf den Anschluss. Nach überfallartigem Konter fiel stattdessen aber die Entscheidung zum 3:0-Endstand aus Sicht der Gäste über den flinken Alysson Vargas (90.).

Damit verabschiedete sich die TuS frühzeitig aus dem Landespokal in einer Partie, in der eine Pokalüberraschung drin gewesen wäre. Die Sensation blieb gegen abgezockte Westerhäuser am Ende aus.

Statistik

TuS Bismark: Gust - Neumann (28. Sikulskyi), Knoblich, Mayer, Gagelmann, Troickis, Kujawski, Motejat, Schreiber (61. Lange), Hohmann, Schmidt (65. Grabau)

SV Westerhausen: Romulo - Wolschke (70. Fricke), Stockhaus, Hägemann, Weber, Brahmann (71. Ribas), Müller ( 80. Vargas), Grund (76. Ulicny), Neubauer (56. Rathsack), Bäcker, Schmidt

Torfolge: 0:1 Neubauer (46.), 0:2 Schmidt (69.), 0:3 Vargas (90.).