Klötze l In der abgebrochenen Saison 2019/20 trafen beide Mannschaften schon einmal aufeinander. Allerdings in der Verbandsliga der A-Junioren. Am 29. September reisten die Klötzer in die Landeshauptstadt und kassierten gegen die Fortunen eine klare 0:9-Niederlage. Zum Rückspiel kam es wegen des Abbruchs dann nicht mehr. Fortuna holte sich schließlich die Meisterschaft und stieg in die Regionalliga auf.

Viele der damaligen Klötzer A-Junioren-Akteure wechselten nach Saisonende nun, vor allem altersbedingt, in die erste Männer-Elf des VfB. Den Sprung in die Männer-Abteilung unternahm ebenfalls Henry Mühl, langjähriger Übungsleiter des erfolgreichen Klötzer Nachwuchses.

Gäste treten mit neuformierter Elf an

Am Samstag trafen die Purnitzstädter, die nicht ihre beste Besetzung aufbieten konnten, indes auf eine neuformierte A-Jugend der Fortuna. Denn auch aus der Meisterelf mussten einige Akteure altersbedingt ihren Abschied nehmen. Trotzdem gingen die Jungen aus der Elbestadt als Favoriten in die Testpartie.

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Dieser Rolle wurden die Gäste dann auch schnell gerecht. Spielerisch stark auftretend, übernahmen sie sofort die Kontrolle über die Begegnung und hatten nach acht Minuten bereits Erfolg. Maurice Engl besorgte das frühe 1:0 für die Landeshauptstädter.

Eine Antwort der Klötzer erfolgte (zunächst) nicht. Der Respekt vor dem spielstarken Kontrahenten war irgendwie noch zu groß. Daher folgte auch bald das 2:0 für die Gäste. Besim Gjoci zeichnete dafür in Minute 24 verantwortlich.

Sieben Minuten danach fiel, praktisch aus dem Nichts, der Anschluss. Der quirlige Marius Mühl hatte sich auf der linken Seite durchgetankt und steuerte das Gehäuse der Fortuna an. Im Strafraum holte ihn jedoch der Magdeburger Abwehr-Akteur Luis Pide von den Beinen. Schiedsrichter Torsten Felkel entschied zu recht sofort auf Elfmeter.

Anschluss bringt Spannung

Zur Ausführung schritt Felix Fuhrmann. Er ließ Yannick Muhs, Schlussmann der Fortuna, keine Chance, traf souverän zum 1:2.

Den Anschluss steckten die Magdeburger jedoch ungerührt weg. Bereits im Gegenzug klingelte es erneut im Kasten von Klötzes gutem Torhüter Leon Schwarz. Wieder war Maurice Engl, bevor es in die Halbzeit ging, zur Stelle.

Spiel auf Augenhöhe nach Wiederanpfiff

Im zweiten Abschnitt sahen die treuen Fans dann einen ganz anderen VfB. Die Mühl-Schützlinge hatten gemerkt, dass die Fortuna auch nur mit Wasser kocht und hielten entsprechend dagegen. So entwickelte sich in den zweiten 45 Minuten eine Begegnung auf Augenhöhe. Mit guten Möglichkeiten für die Platzherren.

So verfehlte Marko Wißwedel nach einer Ecke nur knapp das Magdeburger Tor. Das war in der 48. Minute. Zwei Minuten danach besaßen die Klötzer dann die große Chance zum erneuten Anschluss. Erneut mit einem Schuss vom Punkt.

Stefan Worch war im Strafraum der Fortuna gelegt worden. Schiri Felkel, der zusammen mit seinen aufmerksamen Linienrichtern die faire Partie souverän leitete, entschied erneut sofort auf Elfmeter. Die Verantwortung übernahm wieder Felix Fuhrmann. Doch diesmal setzte er das Leder, ähnlich wie Uli Hoeneß im Elfmeterschießen im EM-Finale 1976 gegen die Tschechoslowakei in Belgrad, weit über das Gebälk.

Die Klötzer zeigten sich aber nicht geschockt. Sie boten weiter Paroli, sodass der Schlagabtausch in die nächste Runde ging. In dieser stand auch mehrmals Klötzes Keeper Leon Schwarz im Mittelpunkt.

Chancen auf beiden Seiten

Beispielsweise in der 55. Minute, als er einen Distanzschuss der Magdeburger prächtig parierte.

Aber auch die Klötzer hatten noch einen guten Moment, als Marius Mühl auf der linken Seite zum Zuge kam, aber scheiterte (71.).

In der Schlussphase stand dann Leon Schwarz im VfB-Tor weiter seinen Mann, sodass es beim 3:1-Erfolg der A-Junioren des SV Fortuna Magdeburg blieb.