Beetzendorf l Dieses lautete – für einen Aufsteiger wohl auch selbstverständlich – Klassenerhalt. Auch wenn sie die Spielzeit 2016/2017 auf einem respektablen zehnten Platz abschlossen, gehen die Schützlinge von Trainer Mayk Zürcher mit dem gleichen Vorhaben in die kommende Serie.

Auftaktprogramm hat es gleich in sich

Um für den Saisonstart – der hat es mit den Partien gegen den SV Medizin Uchtspringe (H), SV Eintracht Salzwedel (A), SV Liesten 22 (H) und FSV Saxonia Tangermünde (A) direkt in sich – gerüstet zu sein, bat Coach Zürcher seine Mannen am Freitagabend zum Trainingsauftakt auf den eigenen Sportplatz. Die gute Beteiligung zeigte, dass das Team bereits heiß auf den Ligastart ist. Bevor es allerdings auf den Rasen ging, richtete der Übungsleiter zusammen mit seinem Assistenten Detlef Schulz in der Kabine noch einige Worte an die Spieler. Erst danach ging es in die Vollen, wobei in den kommenden fünf bis sechs Wochen erst einmal vor allem im konditionellen Bereich gearbeitet werden soll. „Das war zuletzt unsere große Stärke. Wenn es spielerisch manchmal auch nicht so gut lief, so waren wir fast immer in der Lage, kämpferisch dagegenzuhalten. Genau darauf wollen wir auch aufbauen“, so der Beetzendorfer Mann an der Seitenlinie.

„Für uns geht es wieder nur um den Klassenerhalt, der schwer genug zu erreichen werden dürfte. Im letzten Jahr haben wir die wichtigen Spiele zumeist gewonnen und es somit geschafft, aber nun erwarte ich die Liga noch stärker“, blickt Mayk Zürcher, dessen Elf in der vergangenen Saison allein 18 Punkte gegen die drei Absteiger aus Langenapel, Goldbeck und Krüden/Groß Garz sammelte, auf die neue Spielzeit. Beispielsweise sieht Zürcher den westaltmärkischen Aufsteiger aus Potzehne eher im Mittelfeld, während er den weiteren Neuling Grieben genau wie Jävenitz und womöglich auch Wahrburg als Mitkonkurrenten im Abstiegskampf einstuft. Ganz oben sieht der MTV-Coach indes Teams wie Gardelegen, Möringen oder auch Osterburg. Dass seiner Mannschaft ein schweres Auftaktprogramm „beschert“ wurde, sieht er nicht als Nachteil: „Ich spiele lieber gleich zu Beginn gegen die Großen, wenn sie womöglich noch nicht ganz so gut eingespielt sind. Selbst, wenn wir den Start vergeigen, sind wir das bereits gewohnt und müssen das erst einmal hinnehmen.“

Personell hat sich – was ebenfalls kein Nachteil sein muss – nicht viel im MTV-Lager verändert. Der Abgang von Mittelfeldspieler Timm Müller zum Ligakonkurrenten SV Liesten 22 stand schon seit längerem fest, dafür rücken aus der mittlerweile aufgelösten Landesliga-A-Jugend mit Daniel Stehr und Hannes Schulz zwei Nachwuchstalente auf, die vor allem in der Offensive ihre Stärken haben und den Konkurrenzkampf mit Sicherheit beleben. „Ich hätte gern noch ein bis zwei weitere Neue geholt, doch dazu sollte es trotz vieler guter Gespräche in der Sommerpause nicht kommen“, bedauert Mayk Zürcher. Seine Elf reist vom 4. bis 6. August ins Trainingslager nach Güstrow, in dessen Rahmen ein Duell gegen den VfB Traktor Hohen Sprenz ausgetragen wird. Weitere Testspiele bestreitet der MTV beim TuS Schwarz-Weiß Bismark (23. Juli/11 Uhr), daheim gegen den VfB 07 Klötze (29. Juli/15 Uhr) sowie bei der KSG Berkau (13. August/14 Uhr). Bis es also in der Liga wieder um wichtige Klassenerhalts-Punkte geht, wartet auf den MTV Beetzendorf noch eine Menge Arbeit.