Bernburg/Salzwedel l Die Cluberer setzten sich im Finale gegen die JFV Weißenfels knapp mit 1:0 durch und sicherten sich dadurch auch die Goldmedaille. Aus Sicht der beiden Salzwedeler Teams verlief die Endrunde der Talenteliga-Mannschaften in Bernburg eher unglücklich.

Nachdem in Gruppe A die Mannschaft von Marko Trostmann nur den letzten Rang belegte, wurde auch die zweite Mannschaft - die sich als Hallenlandesmeister der D-Junioren für dieses Turnier qualifizierte - in der Gruppe B nur Vierter.

Im anschließenden Spiel um den siebenten Platz setzte sich die erste Mannschaft der Eintracht knapp im Sechsmeterschießen durch.

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Eintracht I mit schwerem Stand

Die erste Garde der Eintracht war in der Gruppe A aktiv. In der vermeintlich schwereren Gruppe - wie es auch der Trainer Marko Trostmann nach dem Turnier analysierte - hatten die Jeetzestädter einen schweren Stand.

Zum Auftakt trafen die 09er auf den FC Grün-Weiß Piesteritz III und taten sich dabei sehr schwer im Spiel nach vorne. Trotz vieler Ballbesitzanteile hatten die Salzwedeler in der gegnerischen Hälfte praktisch kaum Ideen und gerieten zudem auch noch in Rückstand. Gegen Ende der Partie wurde es aber besser und Leonardo Elhalafawy konnte doch noch den 1:1-Ausgleich erzielen.

Anschließend trafen die Trostmann-Schützlinge auf die JFV Weißenfels. Zwar endete diese Partie nur mit einem 0:1 aus Salzwedeler Sicht, doch das Ergebnis gibt nicht ganz den Spielverlauf wieder. Schließlich war Weißenfels während des gesamten Spielverlaufs klar am Drücker, erspielte sich Chancen en masse, scheiterte aber immer wieder an sich selbst oder am stark aufgelegten Felix Reek - der nach dem Turnier auch zum besten Torhüter gewählt wurde.

Im dritten Gruppenspiel hätten die Westaltmärker einen Sieg gegen den 1. FC Magdeburg gebraucht, um doch noch die Finalrunde zu erreichen, doch es kam anders. Der 1. FCM machte verdammt viel Druck, provozierte so Fehler bei den Salzwedelern und kam folglich auch zu Chance um Chance. Demnach kam die 3:0-Führung nach nicht einmal fünf Minuten nicht von ungefähr. Bei diesem Ergebnis blieb es dann auch, weshalb die Eintracht die Gruppenphase als Vierter beendete.

Verdiente Führung durch Frenkel

In der Gruppe B ging der SV Eintracht Salzwedel 09 II als großer Underdog ins Turnier, verkaufte sich aber sehr teuer. In der ersten Partie trafen die Krause-Schützlinge auf den Haldensleber SC. Gegen die von Kevin Schlitte trainierte Mannschaft zeigten die Salzwedeler eine bärenstarke Leistung, standen hinten sicher und erspielten sich vorne einige Möglichkeiten. So war die 1:0-Führung durch Jan Niklas Frenkel auch hochverdient.

Was die Eintracht-Reserve aber verpasste, war das frühzeitig Nachlegen. Mit längerer Spieldauer wurde der HSC nämlich besser und schaffte es nun auch, die fußballerischen Vorteile aufs Parkett zu bringen. Am Ende drehten die Börde-Kicker die Partie und setzten sich mit 2:1 durch.

Auch im zweiten Gruppenspiel war deutlich mehr drin. Zwar verloren die Salzwedeler gegen den VfB Germania Halberstadt mit 0:2, doch es hätte auch anders ausgehen können. Wie bereits im ersten Spiel war es die schwache Chancenverwertung der 09er, die ein besseres Ergebnis unmöglich machte. Der VfB war insgesamt sehr effizient.

In der letzten Partie bekamen die Salzwedeler dann aber doch ihre Grenzen aufgezeigt. Gegen den VfB IMO Merseburg gingen die Jeetzestädter mit 1:4 unter. Frenkel gelang nur das zwischenzeitliche 1:3.

Ausgeglichenes Vereinsduell

Danach stand dann endgültig fest, dass sich beide Salzwedeler Mannschaften - nach den Halbfinalpartien - im Spiel um den siebten Platz begegnen werden. Es entwickelte sich vom Anpfiff weg eine ausgeglichene Partie, ohne Vorteile für irgendeine Mannschaft. Während die erste Garde vielleicht mehr Chancen verbuchte, war die Qualität der Möglichkeiten bei der Zweitvertretung höher.

Nachdem Elhalafawy die erste Garde zunächst in Front brachte, konnte Frenkel 24 Sekunden vor Ultimo doch noch den verdienten Ausgleich erzielen, weshalb das Sechsmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Hier hatte die Erstvertretung das bessere Ende auf ihrer Seite und setzte sich mit 3:2 durch. Nachdem Richard Meyer seinen Sechsmeter sicher verwandelte, scheiterte Tyler Kummert am aufmerksamen Reek.

Trotz des achten Platzes zeigte sich Gordon Krause nach dem Turnier hochzufrieden: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Wir haben sehr gut mitgehalten, allerdings hat uns etwas die Effizienz gefehlt. Im Gegensatz zur Hallenlandesmeisterschaft der D-Junioren war das hier ein ganz anderes Level. Insgesamt war es eine schöne Erfahrung für die Jungs. Wir sind stolz, dabei gewesen zu sein.“

Coach Trostmann unzufrieden

Marko Trostmann erkannte nach dem Turnier die hohe Qualität der Mannschaften an, war allerdings nicht ganz so zufrieden: „Die Jungs haben ihre fußballerischen Möglichkeiten - die ohne Frage vorhanden sind - nicht aufs Parkett bringen können. In der schwereren Gruppe hatten wir große Probleme im Kurzpassspiel und Erspielen von Torchancen. Gegen Weißenfels und gegen Magdeburg hatten wir keine Chance. Die beiden Teams standen nicht umsonst im Finale. Vom Spiel um den siebenten Platz bin ich etwas enttäuscht, weil wir uns taktisch schwach verhalten haben. Wir haben gesehen, was uns in der Meisterrunde der Verbandsliga erwarten wird. Außer Felix Reek konnte heute keiner sein Potenzial abrufen.“