Klötze l Auch mit einem kleinen Kader kann man durchaus mal Hallenkreismeister werden. Diese Erfahrung machten die Altherren der SG Schwiesau/Jeggau/Engersen, die sich mit zwölf Zählern bei der Endrunde in der Klötzer Zinnberghalle verdientermaßen die Krone aufsetzten.

Spielgemeinschaft mit nur sieben Spielern

Senol Isik oder auch Fernando Göring spielen noch regelmäßig in der Schwiesauer Kreisoberliga-Herrenmannschaft, sind daher noch fit und Akteure, die den Unterschied ausmachen können. Das war auch beim Finalkampf der Oldies in Klötze der Fall. Auch wenn die Spielgemeinschaft nur mit sieben Akteuren anreiste, hatte sie am Ende die Nase vorn.

Dennoch kamen die Schwiesauer/Jeggauer/Engersener nicht gänzlich mit weißer Weste durch. Ihre 0:1-Niederlage gegen die SG Jahrstedt/Immekath/Kusey im zweiten Duell machte den Titelkampf zwischenzeitlich noch einmal richtig spannend. Hoffen durften nun wieder der VfB 07 Klötze und auch die SG Jahrstedt/Immekath/Kusey. Allerdings hatten beide Teams ihre Auftaktbegegnungen verloren. Klötze unterlag Schwiesau/Jeggau/Engersen mit 0:2, Jahrstedt/Immekath/Kusey dem SV Heide Jävenitz mit 0:1.

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Jävenitz spielt unentschieden

Es deutete sich ein Dreikampf um den Titel an. Die Jävenitzer konnten in diesen nicht mehr eingreifen, weil sie sich gegen Wenze (0:0) und Klötze (0:3) Ausrutscher erlaubten. Die Klötzer siegten indes dreimal in Serie, wobei ihnen vor allem das 5:1 gegen Jahrstedt/Immekath/Kusey, nicht nur vom Torverhältnis her, in die Karten spielte.

Doch auch Schwiesau/Jeggau/Engersen ließ sich fortan nicht mehr aufhalten. Gegen Pretzier/Chüden (2:1), Wenze (3:0) und Jävenitz (3:0) ließen die Mannen um Torhüter Andreas Beneke drei Siege folgen. Doch noch war die SG nicht sicher durch. Es war noch einmal Hoffen und Bangen angesagt.

VfB Klötze wird Zweiter

Der gastgebende VfB Klötze hätte mit einem klaren Abschlusssieg gegen die Rot-Weißen aus Wenze nämlich auch noch den Turnierthron besteigen können. Allerdings leisteten sich die Purnitzstädter eine überraschende 1:2-Niederlage im Derby und mussten somit mit neun Zählern mit dem Silberrang vorlieb nehmen.

Durch das abschließende 2:2 gegen die SG Pretzier/Chüden sprang die SG Jahrstedt/Immekath/Kusey mit nunmehr sieben Punkten noch auf den dritten Platz vor. Die Mannen um Daniel Jahn wiesen im Vergleich zum SV Heide Jävenitz (ebenfalls sieben Zähler) das bessere Torverhältnis auf.

Als Titelverteidiger musste sich die SG Pretzier/Chüden diesmal weit hinten anstellen. Zwar starteten Jesper & Co. mit einem 2:0 gegen Wenze verheißungsvoll, doch es folgten drei Niederlagen und nur noch ein Remis zum Abschluss gegen Jahrstedt/Immekath/Kusey. Mehr als der fünfte Platz mit vier Punkten sprang für den Vorjahres-Champion somit nicht heraus.

Rote Laterne für Wenze

Vier Zähler sammelte durch ein 0:0 gegen Jävenitz sowie das überraschende 2:1 zum Abschluss gegen Klötze auch der SV Rot-Weiß Wenze. Die Wenzer, die im Ligabetrieb übrigens keine Oldie-Vertretung stellen, dennoch an der Hallenkreismeisterschaft teilnehmen durften, mussten die Rote Laterne mit nach Hause nehmen, hatten aber dennoch ihren Spaß.

Wie es sich bei einer Endrunde gehört, wurden nach dem Wettkampf der beste Torhüter und Spieler ausgezeichnet. Während der SV Heide Jävenitz mit Rüdiger Gliemann den besten Schlussmann stellte, wurde der Klötzer Bodo Schulz als bester Einzelakteur ausgezeichnet. Den größten Pokal erhielt aus den Händen von KFV-Vertreter Manfred Klahs aber der verdiente Hallenkreismeister, die SG Schwiesau/Jeggau/Engersen.