Oebisfelde l In einem äußerst spannenden Duell bezwangen die Allerstädter in heimischer Hans-Pickert-Halle die Zeiss-Städter knapp mit 28:27 (16:14).

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge und dem Absturz auf den vorletzten Rang, sieht es für die Schützlinge von SVO-Trainer Christian Herrmann nun wieder besser aus. Zwar konnte die vorletzte Position nicht verlassen werden, weil die auf Platz zwölf notierten Ascherslebener bei der HG Köthen überraschend mit 34:28 gewannen, doch die Oebisfelder besitzen im Rennen um den Klassenerhalt wieder bessere Karten.

Spannung bis zur letzten Minute

Gegen das Schlusslicht aus Thüringen, das jetzt vier Punkte hinter der Herrmann-Sieben steht, mussten die Gastgeber indes ein hartes Stück Arbeit verrichten, bis der fünfte Saisonerfolg feststand. Dabei lebte die Begegnung eindeutig von ihrer Spannung.

Starke spielerische Sequenzen waren eher selten zu sehen. Doch das war allen Oebisfelder Beteiligten einschließlich Fans im Endeffekt egal. Am Schluss konnten die Allerstädter zwei Punkte feiern. Und das war das Wichtigste an diesem sehr spannenden Abend.

Führung zur Halbzeit

Natürlich wussten auch die HBV-Männer, um was es geht. Wie der SVO standen auch die Gäste unter enormen Druck. Den meisterten sie insgesamt sehr passabel. So lag Jena nach 16 gespielten Minuten mit 8:6 vorn. Nicht einmal unverdient, da der SVO die ein und andere Möglichkeit ausließ und sich im Angriff Fehlabspiele leistete. Doch es wurde besser.

Während Max Heidler und Oliver Meinel für den 8:8-Ausgleich sorgten, legten Phil Schliephake und Pascal Koitek in Unterzahl zur 10:8-Führung (20.) nach. Der SVO war wieder da und wollte mehr.

Aber der HBV spielte nicht ganz mit, sondern bleib konstant auf Tuchfühlung. So verkürzten die Gäste kurz vor der Pause auf 14:15, ehe Alexander Vogel den 16:14-Pausenstand perfekt machte.

Gäste drehen das Spiel

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff der sehr souverän agierenden Schiri-Damen Jennifer Eckert und Maria Ludwig vom SC DHfK Leipzig, schienen die Oebisfelder zur Vorentscheidung ansetzen zu wollen. Denn der stark aufspielende Michael Meichsner hatte zum 19:16 eingenetzt. Doch der SVO kam aus dem Tritt. Grund: Zwei kurz hintereinander kassierte Zeitstrafen. Die nutzte Jena zum 18:19-Anschluss (37.).

Für die Hallenherren sollte es aber noch ärger kommen. Nach dem 22:20 (42.) durch Michael Meichsner lief beim SVO vier Minuten nichts mehr. Aber beim HBV. Dem gelang nicht nur der Ausgleich (22:22), sondern auch eine Zwei-Tore-Führung (24:22/47.). Die Begegnung drohte zu kippen.

Das geschah zum Glück nicht. Steve Sauer markierte mit zwei schönen Treffern vom Kreis den 24:24-Ausgleich. Jena antwortete zwar mit der erneuten Führung (25:24/51.), doch Steve Sauer (Siebenmeter) sowie der gut disponierte Erik Breiteneder und Oliver Meinel läuteten mit einem Dreierpack zum 27:25 (57.) die nervenaufreibende letzten drei Minuten ein.

Drese steht in der Schlussphase seinen Mann

Beide Teams schenkten sich dabei nichts. Der SVO blieb jedoch in der Vorhand, beantwortete das 26:27 des HBV mit dem 28:26 durch Erik Breiten- eder. Auch die Zeitstrafe gegen Michael Meichsner (58.) sowie das 27:28 durch Jenas Richard Vagner per Siebenmeter (60.) überstand der SVO, auch weil speziell in dieser Phase Torhüter Thomas Drese seinen Mann stand.

Danach war Jubel angesagt. Die Fans feierten zusammen mit ihrer Sieben den immens wichtigen Erfolg.

Statistik

SV Oebisfelde: Drese, Weis - P. Schliephhake (2), Koitek (1), Meinel (4), Vogel (4), Heidler (2), Koch, Kleist, D. Schliephake, Sauer (5/1), E. Breiteneder (3/1), Meichsner (7).

Siebenmeter: 5/2;

Zeitstrafen: 5.