Mieste l Torsten Klopp, Trainer der Nordliga A-Jugend des HV Solpke/Mieste und einst selbst erfolgreicher Handballer bei der SG Solpke/Mieste, hatte vor dem Start in die neue Saison eine klare Vorstellung über deren Verlauf mit Blick auf seine Formation. „Wir wollen um die Medaillen mitspielen. Zum Titel wird es wohl nicht reichen, aber eine Medaille ist meiner Meinung machbar“, erklärte der Handball-Lehrer.

Medaille trotz Platz sechs noch machbar

Die Medaille ist trotz des momentanen sechsten Platzes und Corona-Pause noch machbar. „Sollte die Saison zu Ende gespielt werden, können wir uns, da wir erst zehn Begegnungen absolviert haben, in der Tabelle weiter nach vorne arbeiten. Das traue ich meinen Jungs zu. Sollte die Saison jedoch abgebrochen werden, wäre das angesichts des betriebenen Aufwandes für alle Mannschaften, egal in welcher Sportart, ärgerlich, doch angesichts der Situation zu verstehen. Leider können wir in der neuen Spielserie nicht erneut angreifen, da der Großteil der Mannschaft für die A-Jugend dann nicht mehr spielberechtigt sein wird“, betonte der HV-Übungsleiter.

Teamgeist ist die große Stärke

Die Stärke der HV-Truppe ist ihre Geschlossenheit. Die meisten der Jungen spielen seit Jahren zusammen. In der jüngeren Vergangenheit wurde aber auch, weil Stammkräfte aus den eigenen Reihen die Mannschaft verließen, von außerhalb gezielt verstärkt.

So stehen in der Mannschaft nicht nur Akteure aus Mieste, Solpke oder Umgebung, sondern sie kommen auch aus der Region Klötze beziehungsweise vom alten Kontrahenten SV Oebisfelde. So ist beispielsweise Mittelmann Moritz Pogadl, der vom SVO zur Klopp-Truppe stieß, ein ganz wichtiger Baustein. Diese Wechsel standen in der Vergangenheit wegen der Konkurrenz, speziell zwischen Solpke/Mieste und Oebisfelde, selten auf der Tagesordnung. Doch inzwischen sind sie Normalität. Beide Vereine profitieren vom gegenseitigen Spieleraustausch. Im Männer- und Frauen- und wie erwähnt auch im Nachwuchsbereich.

Saisonauftakt verläuft vielversprechend

Die Truppe von Trainer Klopp startete indes sehr vielversprechend in die Saison. Nach drei Spieltagen lautete die Bilanz 5:1 Punkte. Der HV siegte zum Auftakt in eigener Halle gegen Schönebeck mit 28:18, holte einen nicht unbedingt erwarteten Zähler beim Barleber HC (28:28) und fertigte vor eigenem Publikum den HV Ilsenburg mit 42:10 ab.

Saisonverlauf mit Höhen und Tiefen

Auch nach der Heimniederlage gegen Liga-Primus HSV Haldensleben (25:30) blieben die Klopp-Schützlinge in der Spur. Denn anschließend wurde der Quedlinburger SV mit 32:29 bezwungen. Ein Bravour-Stück gelang den HVlern dann im sechsten Punktspiel. Beim HV Lok Stendal, die jungen Eisenbahner zählen mit zu den Medaillen-Kandidaten, landeten die Westaltmärker einen knappen 27:26-Erfolg. Formsache war dagegen der 42:17-Sieg beim Schlusslicht TSV Wefensleben.

„Leider ist dann etwas Sand in unser Spielgetriebe gekommen“, schätzte Trainer Klopp ein. Deutlich wurde das im Rückspiel bei Lok Schönebeck. Der HV musste die Begegnung an der Elbe mit 26:29 verloren geben. Aber die HV-Sieben meldete sich eine Woche später eindrucksvoll zurück. In der Miester Halle wurden die Barlebener mit einer 23:29-Niederlage auf die Heimreise geschickt. Im vorerst letzten Auftritt am 29. Februar setzte es dann noch eine 26:32-Niederlage im Rückspiel beim souveränen Tabellenführer Haldensleben.

Angesichts der noch ausstehenden Spiele gegen Wernigerode, Ouedlinburg, Ilsenburg, Stendal und Wefensleben ist der Vorstoß auf das Podest, falls weiter gespielt wird, für den HV auf jeden Fall möglich.