Oebisfelde l Am Sonnabend eiferte indes der jüngste Handball-Nachwuchs bei einem Turnier in der Oebisfelder Hans-Pickert-Halle, das auch als „Mini-WM“ ausgeschrieben war, ihren großen Vorbildern um Nationalkapitän Uwe Gensheimer enthusiastisch nach.

Ab heute drücken alle Anhänger des Handballs, und sicherlich nicht nur sie, der deutschen Nationalmannschaft, die von Christian Prokop, geboren in Köthen, trainiert wird, die Daumen. Daumendrücken war am Sonnabend aber auch in der Oebisfelder Hans-Pickert-Halle angesagt. Dort gaben sich die jüngsten weiblichen und männlichen Handballer, die F-Jugend, bei der sogenannten „Mini-WM“ ein Stelldichein.

Fünf Teilnehmer am Start

Am Start waren fünf Mannschaft - die HSG Osterburg, der HV Solpke/Mieste und drei Vertretungen aus der Handball-Hochburg Oebisfelde. Am Ende hatte aber keine Mannschaft aus der Allerstadt oder die So/Mi-Sieben die Nase vorn, sondern ganz knapp die HSG Osterburg. Allerdings mit Hilfe der Einheimischen.

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„Osterburg war nur mit sechs Mädchen und Jungen angereist und „borgte“ sich in jedem Spiel Akteure aus dem Oebisfelder Kader aus. Das hatte schon Auswirkungen. Aber alle Mannschaften akzeptierten das sehr fair“, erläuterte Turnierleiterin Steffi Müller.

Torverhältnis ist entscheidend

Entscheidend über den Turnierausgang waren zwei Begegnungen - Oebisfelde II kontra Osterburg sowie zum Abschluss Oebisfelde II gegen Oebisfelde III. Es ging um das Torverhältnis.

Osterburg legte auch dank der eingesetzten Oebisfelder gegen den SVO II vor. Und zwar ganz deutlich. Mit 13:0 wurde die Partie gewonnen. Die Jungen des SVO III mussten nun im letzten Turnierspiel gegen die eigene zweite Mannschaft nachziehen. Ein Sieg mit elf Toren Unterschied hätte gereicht. Doch es reichte ganz knapp nicht. Nach 15 Minuten stand es 11:1. Ein Tor zu wenig, so dass der Turniersieg an die Biese ging.

HV Solpke/Mieste überzeugt

Gut in Schuss präsentierten sich aber auch die Mannschaften nach dem Spitzenduo. Beispielsweise der HV Solpke/Mieste. Die von Josef Schmoranzer trainierte Truppe landete mit 3:5 Zähler aufgrund der besseren Tordifferenz vor Oebisfelde II auf dem dritten Rang. Auf den fünften Platz kamen schließlich die Mädchen des SVO I ein. Sie erzielten zwar kein Tor und holten auch keinen Punkt, doch der olympische Gedanke zählte.

WM-Flair kam dann noch bei der Siegerehrung auf. Denn der beste Torhüter, Jannik Herrmanns vom SVO III, die beste Spielerin und Torschützin, die Osterburgerin Sarah Klimek, der beste Torjäger, Tom Müller vom SVO III, erhielten neben Medaillen jeweils auch einen Handball mit den Unterschriften der Nationalspieler Steffen Weinhold, Patrick Groetzki und Patrick Wiencek. Signiert hatten sie die Bälle erst am Vortag anlässlich des Länderspiels Deutschland gegen Tschechien in Hannover.