Oebisfelde l Grund: Am Sonnabend bezwangen sie mit dem HSV Magdeburg einen weiteren Hauptkontrahenten um den Titel.

Knapp mit 22:21 (11:8) setzten sich die Allerstädterinnen in heimischer Hans-Pickert-Halle gegen die Sportschülerinnen aus der Landeshauptstadt durch. Am Dreikönigstag hatten die Oebisfelderinnen mit dem SV Union Halle-Neustadt bereits eine andere, mit Sportschülerinnen ausgestattete Sieben, in die Knie gezwungen. Mit 25:24 wurden die Saalestädterinnen besiegt.

Trainer bremst verfrühte Euphorie

Damit hat der SVO die beiden wohl härtesten Rivalen im Kampf um die Meisterschaft besiegt. Ist der Gewinn des Titels für die SVO-Mädchen daher nur noch Formsache? Oebisfeldes Übungsleiter Frank Schulz stimmt dem allerdings nicht zu. „Wir haben noch vier Spiele zu absolvieren. Drei davon in fremden Gefilden. Es ist noch nichts entschieden. Wir müssen weiter die Konzentration hochhalten“, erklärte der Trainer. Fakt ist, dass die SVO-Truppe allein schon wegen ihrer Leistungen gegen Magdeburg und Halle sehr vehement an die Tür zum Landestitel klopft.

Gegen die HSV-Vertretung, in deren Reihen mit Emmy Grothe auch eine ehemalige Oebisfelderin steht, lief die Schulz-Sieben am Sonnabend vor knapp 100 Zuschauern jedenfalls zur Hochform auf. „Wenn wir gegen den HSV spielen, ist der Respekt stets groß. Das war auch diesmal der Fall. Doch wir haben dem Druck standgehalten. Zudem hatten wir auch ein wenig Glück“, so Frank Schulz.

Freiwurf entscheidet über den Sieg

Glück, das aber auch mit Können verbunden war, hatten die Oebisfelderinnen mit der letzten Aktion der Partie. Die Schluss-Sirene war beim Stand von 21:21 ertönt. Doch der SVO hatte noch einen Neunmeterfreiwurf gepfiffen bekommen. Lana Kalupke nahm sich das Leder, kippte zur rechten Seite weg und zirkelte den Ball an der HSV-Mauer vorbei zum 22:21-Siegtreffer in den Magdeburger Kasten. Danach ging alles im Jubel unter.

Das späte und glückliche Siegtor war Lohn für eine sehr engagierte Vorstellung. Denn der SVO bestimmte über weite Strecken die temposcharfe Partie. Beispielsweise lag die Schulz-Sieben in Minute 19 mit fünf Toren (10:5) vorn. Doch der HSV fing sich wieder und drehte speziell in der zweiten Hälfte, als in der 45. Minute eine Zwei-Tore-Führung (20:18) heraussprang, am Rad. Aber der SVO behielt zum Glück die Nerven.

Statistik

SV Oebisfelde: Schulze, Keller - Göhler (3), Wagner, Schwerdtfeger (1), Verter (2), F. Müller (6/2), Schulz (2), Borrosch, S. Müller, Fabian, Kalupke (8).

Siebenmeter: 2/2;

Zeitstrafen: 2.

Tabelle

1. SV Oebisfelde 3 72:62 6:0

2. HSV Magdeburg 3 100:43 4:2

3. SV Union Halle-Neust. 3 97:63 4:2

4. HG 85 Köthen 3 55:68 4:2

5. Barleber HC 2 51:39 2:2

6. SG Kühnau/Dessau/R. 2 35:44 0:4

7. HV Wernigerode 2 30:51 0:4

8. HT Halberstadt 2 20:72 0:4