Oebisfelde l Dass die zweite Mannschaft des SV Oebisfelde am Sonnabend ihr Verbandsliga-Punktspiel in heimischer Halle gegen den Post SV Magdeburg mit 30:32 (13:18) verloren geben musste, ist im Prinzip nicht ungewöhnlich. Schließlich trafen die jungen Aufsteiger von der Aller auf eine sehr routinierte Post-Formation, die mit 30:12 Punkten auf Tabellenposition vier steht. Ärgerlich für Mannschaft, Trainerstab und Fans war jedoch, wie es zur zehnten Saison-Niederlage der Gastgeber kam.

Verärgerung über Unparteiische

Dazu SVO-Trainer Toni Seiler: „Wir wurden in der entscheidenden Phase von den Schiris ausgebremst. Sie traten nicht mehr als Unparteiische auf. Für meine Jungs tut es mir sehr leid. Sie hatten sich nach verkorkster erster Hälfte herangekämpft, konnten die Ernte aber nicht einfahren.“

Gastgeber holen Rückstand auf

Die von Trainer Seiler erwähnte entscheidende Phase begann in der 39. Minute mit dem 21:21 durch Felix Kleist. Die Oebisfelder hatten zuvor, insbesondere in der ersten Hälfte, eine äußerst mäßige Vorstellung abgeliefert. Zu schnell und unpräzise wurde abgeschlossen und in der Abwehr gab es erhebliche Lücken. Die erfahrenen Postler nutzten die SVO-Schwächen konsequent, lagen nach 19 gespielten Minuten mit neun Toren (14:5) vorn. Der Seiler-Sieben drohte ein Heimdebakel. Doch die Oebisfelder steigerten sich. Im Angriff zog nach und nach mehr Genauigkeit ein und auch die Arbeit in der Abwehr mit einem sich steigernden Torhüter Tom Wehr an der Spitze wurde besser. So konnte der Rückstand bis zum Wechsel auf fünf Treffer (13:18) reduziert werden.

Der zweite Abschnitt wurde dann deutlich von den Allerstädtern dominiert. Sie hielten das Tempo hoch und setzten Post damit erfolgreich unter Druck. Nach dem 21:21 schien sich das Blatt dann zu wenden. Magdeburg erhöhte zwar auf 22:21, doch dann zündete der SVO mit vier Toren in Folge zum 25:22 (44.). Aber die Gäste blieben dran, kamen wieder zum Ausgleich (25:25/47.).

In der 54. Minute, Damian Klappoth hatte zum 28:26 getroffen, lag der Oebisfelder Sieg aber noch in der Luft. Doch dann begannen die Unparteiischen vermehrt mit zweierlei Maß zu messen. Post nahm dankend an und erzwang nach dem 29:29-Ausgleich mit drei Toren in Folge zum 32:29 (60.) die Entscheidung. Dass in der Schlussphase bei einigen Oebisfeldern die Nerven blank lagen, es setzte Zeitstrafen, war angesichts des Auftretens des Schiri-Gespannes durchaus verständlich.

Statistik

SV Oebisfelde: Milde, Wehr - Müller (4), Meinel (2), Oraschewski (8), Keller, K. Breiteneder (1), Kleist (7/1/60. Rote Karte), Klappoth (3), E. Breiteneder (5/2).

Siebenmeter: 6/3;

Zeitstrafen: 7.