Oebisfelde l „Irgendwann reißt jede Serie“, sagte am Sonnabend Tobias Stefani, Trainer der Verbandsliga-Männer des SV Oebisfelde II, nach der 25:27 (12:13)-Heimniederlage seiner Schützlinge gegen den SV Langenweddingen. Die Allerstädter hatten zuletzt vier Spiele in Folge gewonnen und sich damit viel Luft im Abstiegskampf verschafft.

Die elfte Saisonniederlage wird die Oebisfelder nicht umwerfen. Die Mannschaft hat sich nach dem schlechten Saisonstart gefangen und wird noch weitere Punkte holen. Auch wenn in den kommenden Spielen mit Seehausen, Osterburg, Stendal, Altmark West, Post Magdeburg und Gommern die richtigen „Kaliber“ noch warten. Ein Sieg im Kreisduell gegen die Langenweddinger wäre daher nicht schlecht gewesen.

SVO-Reserve fehlt die Genauigkeit

Doch dazu agierten die Stefani-Männer in der Offensive diesmal zu ungenau. Der Abschluss und auch der Aufbau waren letztendlich die negativen Knackpunkte, die den Oebisfelder die Niederlage bescherte.

„Ich erwarte eine Begegnung auf Augenhöhe“, hatte Trainer Stefani in der Vorschau auf die Partie angekündigt. Und so kam es auch. Von Beginn an entwickelte sich ein enges Spiel. Zwar lagen die Gäste im Prinzip ständig vorn, doch mehr als auf zwei Treffer konnten sich die Männer aus der Börde nicht absetzen. Auch ein Verdienst von SVO-Tormann Tom Wehr. Er parierte in der ersten Viertelstunde nicht nur zwei Siebenmeter, sondern glänzte über 60 Minuten mit einigen starken Paraden.

Leider wussten das seine Vorderleute nicht so richtig zu schätzen, da sie wie erwähnt beim Ausnutzen der Möglichkeiten Schwierigkeiten hatten.

Rückstand zur Pause

Aber auch der SVL hatte diesbezüglich Probleme, so dass es bis zur Pausen-Sirene, SVO-Mann Alex Keller hatte kurz vor dem Gang in die Kabine auf den 12:13-Halbzeitstand gestellt, eng blieb.

Hoffnung nach der Pause

Das Hin und Her ging auch im zweiten Abschnitt weiter, wobei die treue Anhängerschaft der Zweiten in der 42. Minute richtig Hoffnung schöpfen durfte. Denn Alex Keller und Mittelmann Til-Bjosse Hack hatten nach 17:18-Rückstand zur 19:18-Führung getroffen.

Langenweddingen nahm die Auszeit (42.) und nutzte anschließend auch eine Zeitstrafe (45.) gegen SVO-Routinier Hans Meinke, um die Entscheidung einzuleiten. So setzten sich die Gäste nach dem 19:19 auf zwei Treffer (21:19/46.) ab.

SVL in der Schlussphase effizienter

Diesen Vorsprung verteidigte der SVL, trotzdem den Gäste-Akteuren nach und nach ein wenig die Puste ausging, abgeklärt. In die Hände spielte ihnen dabei das weiterhin nicht berauschende Abschlussverhalten ihres Kontrahenten. Als SVL-Mann Ricardo Schult in der 55. Minute auf 25:21 für seine Farben auf erhöhte hatte, schien die Partie durch zu sein.

Aber die Oebisfelder ruckten noch einmal an. Insbesondere Karl Breiteneder. Mit drei Toren am Stück, darunter zwei Siebenmeter, gelang ihm in der 59. Minute der 24:25-Anschluss. Ging noch etwas? Leider nein. Der starke Erik Lewin (Siebenmeter), Dreh- und Angelpunkt des SVL, und Alexander Lindert erhöhten in der Schlussminute auf 27:24. Das 25:27 durch SVO-Kreisläufer Paul Breiteneder, fünf Sekunden vor Abpfiff erzielt, war dann der Schlusspunkt.

Statistik

SV Oebisfelde II: Köhler, Wehr - P. Breiteneder (2), F.-L. Hack, T.-B. Hack (5), Thiele (5), Meinke, Müller (1), Oraschewski (1), Schlüter, Keller (6), K. Breiteneder (5/4).

Siebenmeter: 4/4;

Zeitstrafen: 5.

SV Langenweddingen: Kleinert, Strauß - Lewin (9/3), Schult (5), Krause, Ebel, Kirsten (3), Oeltze (2), Micchael (2), Meyer (1), Oertel (1), Marek, Lindert (1), Schmelzer (3)

Siebenmeter: 5/3;

Zeitstrafen: 4.