Oebisfelde l Nicht nur eine kräftezehrende Reise nach Jena, knapp 520 Kilometer Hin- und Rückfahrt, sondern auch ein Partie gegen den gastgebenden Mit-Aufsteiger HBV erwartet die Mitteldeutschen Oberligisten des SV Oebisfelde. Sportlich bekannt ist Jena vor allem durch die Kicker des FC Carl Zeiss oder zur DDR-Zeiten durch die Aktiven des SC Motor. Aushängeschild dieses Vereins war die Abteilung Leichtathletik. Der Handball, insbesondere im männlichen Bereich, spielte indes eine untergeordnete Rolle. Bis zu diesem Jahr. Die HBV-Männer wurden erstmals Thüringenmeister und nahmen ihr Aufstiegsrecht in die Mitteldeutsche wahr. Für viele MDO-Teams sind die Zeiss-Städter daher Neuland.

„Wir kennen uns zwar in Thüringen oder Sachsen inzwischen gut aus, doch in Jena waren wir noch nie“, erzählte Oebisfeldes Trainer Thomas Meinel. Erwartet werden die Allerstädter von einer sehr ambitionierten Mannschaft. So ist beispielsweise auf der Internetseite des Vereins zu lesen, dass die MDO nicht das Ende des sportlichen Weges der HBV-Männer sein soll.

Jena mit ausgeglichener Bilanz

Aktuell kochen die Jenenser aber auch nur mit Wasser. Doch das brodelt wie bei den Oebisfeldern nicht schlecht vor sich hin. Während die Meinel-Truppe mit 6:4 Punkten Rang fünf hält, besitzen die Gastgeber ein ausgeglichenes Konto(5:5) und belegen Platz sieben.

„Jena ist wie wir als Aufsteiger gut aus den Startlöchern gekommen. Beide Mannschaften trennen nur Nuancen. Ich erwarte daher eine enge Begegnung“, sagte Thomas Meinel.

Stark besetzt sei der HBV laut SVO-Übungsleiter auf der Mitte und im rechten Rückraum. Auch das Umkehrspiel laufe bei den Thüringern gut. In der Defensive bevorzuge der HBV hingegen meistens eine offensive Ausrichtung.

Defensive als Trumpf

Aber natürlich haben auch die Oebisfelder ihre Stärken. „Den Grundstein müssen wir in unserer Abwehr legen. Arbeitete diese über weite Strecken sauber und wir können dann unser Tempospiel aufziehen sowie im Positionsangriff Druck erzeugen, sollten wie erfolgreich Paroli bieten können“, betonte Thomas Meinel.

Personell hat sich wie berichtet ein Lichtschein am dunklen Verletzungshimmel gezeigt. Rückraum-Mann Michael Meichsner wird nach seinem Handbruch wieder im Kader stehen. Mit dabei sind auch die gegen Freiberg noch fehlenden Andreas Kalupke, Florian Kamm und Oliver Meinel. Angeschlagen war unter der Woche Torhüter Manuel Weis. „Manu hatte Probleme mit dem Fuß. Doch er ist einsatzbereit“, so Thomas Meinel. Anpfiff ist um 19 Uhr am Sonnabend.