Haldensleben/Oebisfelde l Die Rangneunten siegten beim bis dato Tabellenführer HSV Haldensleben fast schon sensationell hoch mit 32:23 (15:12).

SVO II entthront Spitzenreiter

Die Oebisfelder stürzten damit die Bördekreisstädter von der Tabellenspitze, neuer Liga-Primus ist vorläufig der Post SV Magdeburg, und setzten einen weiteren wichtigen Akzent in puncto Klassenerhalt.

„Ich bin ehrlich, ich hatte in Haldensleben keine Punkte erwartet. Eine Niederlage, mit einer ansprechenden Vorstellung von uns, wäre meiner Ansicht nach schon ein Erfolg gewesen. So dachte wahrscheinlich nicht nur ich. Doch wir sind auf einen unerwartet kopflosen Kontrahenten getroffen, der mit Christoph Frank auf einen Schlüsselspieler verzichten musste. Der HSV verfügt aber meiner Meinung nach über genug Potenzial, um den Ausfall verkraften zu können. Das war jedoch nicht der Fall. Das haben wir dank einer äußerst geschlossenen Leistung konsequent nutzen können. Wir haben verdient gewonnen“, freute sich nach Abpfiff Übungsleiter Stefani.

Spiel sehr zerfahren

In der scheinbar umkämpften Begegnung, die Schiris verhängten 17 Zeitstrafen, darunter zwei Rote Karten gegen den SVO, sowie auf beiden Seiten sieben Siebenmeter, waren die Oebisfelder sofort hellwach dabei. Dazu der SVO-Trainer: „Hart war das Spiel im Prinzip nicht. Doch die Schiris haben auf beiden Seiten sehr kleinlich gepfiffen. Davon haben wir uns, auch von den beiden frühen Roten Karten, nicht beeindrucken lassen. Die Jungs haben sehr konzentriert gespielt.“

Den Grundstein für den unerwarteten Sieg legten die Oebisfelder dabei in der Defensive. „Wir haben aufmerksam agiert und konnten uns zudem auf unsere Torhüter Marc Paul und Tom Wehr verlassen. Sie glänzten mit einigen Paraden und kauften dem HSV fünf Strafwürfe ab“, betonte der SVO-Trainer.

Mit Blick auf das Resultat lag der SVO nach 20 Minuten mit fünf Toren vorn (11:6). Kein Ruhepolster, da der HSV wieder auf zwei Treffer herankam (12:14). Für die 15:12-Pausenführung des SVO sorgte dann der nervenstarke Marcel Mieth vom Punkt.

SVO II drückt auf die Vorentscheidung

Im zweiten Abschnitt knüpften die Gäste an ihre Vorpausenleistung an. Der HSV mühte sich, doch der SVO hatte stets die passenden Antworten parat.

Statistik

SV Oebisfelde II: Paul, Köhler, Wehr - F.-L. Hack, T.-B. Hack, Thiele (2), Koch (1/37. Rote Karte), Oraschewski (5), Mieth (13/7), Keller (4), K. Breiteneder (2/34. Rote Karte), Klappoth (5).

Siebenmeteter: 7/7;

Zeitstrafen: 10.