Oebisfelde l In heimischer Halle unterlag die SVO-Sieben von Neu-Trainer Robert Krause der TSG Calbe deutlich 20:34 (11:18). Die Oebisfelderinnen zählten in der vergangenen Saison zu den Spitzenteams, landeten in der Endabrechnung auf Position vier. In der neu eingeläuteten Spielserie werden die Allerstädterinnen wohl kleinere Brötchen backen müssen. Doch das war aufgrund der aktuellen personellen Lage der Mannschaft abzusehen.

Leistungsträger müssen ersetzt werden

So spielen mit Franziska Dietz (Laufbahn beendet) und Josefin Meyer (zum VfL Wolfsburg) zwei absolute Leistungsträgerinnen nicht mehr für den SVO. Gefehlt hat am Sonntag auch Torjägerin Lena Witzke im rechten Rückraum. Die Linkshänderin plagt sich mit Nasenhöhlen-Problemen herum, wird wahrscheinlich operiert und fällt vorläufig auf unbestimmte Zeit aus.

Diese hochkarätigen Ausfälle konnte die Mannschaft einfach (noch) nicht kompensieren. Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison markierte das Trio 338 Tore der insgesamt 582 SVO-Treffer.

SVO mit vielen einfachen Fehlern

Übungsleiter Krause sah neben den Ausfällen aber auch andere Gründe, warum seine Schützlinge gegen die Sieben von der Saale praktisch unter die Räder kam. „Wir haben uns im Aufbau zu viele, teilweise leichte Fehler geleistet. Dadurch kamen wir nie so richtig ins Spiel. Zudem ließen wir einige gute Möglichkeiten aus. Mit der Arbeit in der Abwehr war ich trotz der 34 Gegentreffer noch ganz zufrieden. Wir müssen jedenfalls weiter hart an uns arbeiten, um vor allem die Effektivität im Angriff zu steigern“, kommentierte der SVO-Coach nach der Schluss-Sirene.

Nach Anpfiff hielten die Einheimischen um ihre gute Torhüterin Nathalie Gerlach noch verheißungsvoll mit. So sorgte Paula Gerlach in Minute elf für den 4:5-Anschluss. Doch die Fehler häuften sich. Insbesondere im vom Trainer Krause erwähnten Aufbau. Die spielerisch ansehnlich agierenden TSG-Damen nahmen dankend an und setzten sich zunächst auf 10:6 ab (17.). Alina Müller konnte dann noch einmal reduzieren (7:10). ehe sich die Gäste in Richtung Vorentscheidung verabschiedeten.

Gäste liegen schnell vorne

Mit vier Treffern in Folge schraubten sie das Resultat acht Minuten vor dem Seitenwechsel auf 14:7. Mit sieben Toren lagen die Calbenserinnen dann auch zur Pause vorn (18:11).

Nach Wiederanpfiff änderte sich die Szenerie nicht. Die 76 zahlenden Zuschauer sahen eine weiterhin dominierende TSG-Formation, die auf dem Weg war, ihrem Kontrahenten ein Heimdebakel beizubringen. Grund: Die stark aufspielenden Kristin Sroka (2) und Juliane Gaul, zusammen 20 Treffer, hatten mit einem Dreierpack auf 21:11 (35.) erhöht.

Die Begegnung war damit natürlich entschieden. Für die Oebisfelderinnen ging es anschließend nur noch darum, die Niederlage in passablen Grenzen zu halten. Doch so richtig klappte das, trotz vorhandener, kämpferischer Bereitschaft, auch nicht. Es reichte nur zum Rütteln an den Ketten.

Beneke beweist sich

Zum Beispiel durch Sina Beneke. Die Linkshänderin, die sieben Bälle einetzte, hinterließ im rechten Rückraum laut Trainer Krause „einen guten Eindruck“. Daran änderte auch ihre Rote Karte nichts, die sie sich kurz vor Abpfiff wegen der dritten Zeitstrafe einhandelte.

Irritieren ließ sich die TSG dadurch aber nicht. Die Gäste behielten weiter deutlich die Oberhand und verabschiedeten sich mit einem Hattrick durch Juliane Gaul vom 31:19 zum 34:19. Den Schlusspunkt aus SVO-Sicht setzte dann Tori Linhardt zum 20:34-Endstand.

Statistik

SV Oebisfelde: N. Gerlach – Stöter, Langbartels, Brosig, P. Gerlach (5/2), Müller (2), Linhardt (2), Schröder, Franke (1), Wagner (2), Malinowski (1), Beneke (7/59. Rote Karte).

Siebenmeter: 3/2;

Zeitstrafen: 5.