Köthen/Oebisfelde l Damit war nicht zu rechnen. Vor allem nicht in dieser Deutlichkeit. Die Mitteldeutschen Oberliga-Männer des SV Oebisfelde haben am Samstagabend beim alten Kontrahenten HG Köthen einen überraschenden Kantersieg landen können. Mit 32:19 (15:9) setzten sich die Schützlinge von Trainer Christian Herrmann in der Bachstadt durch. Für den SVO war es der zweite Sieg in Folge.

Gäste mit personellen Problemen

Dass sich die Oebisfelder so klar durchsetzen konnten, lag nicht nur an ihrem Können, sondern auch daran, dass die Gäste mit argen Personalproblemen zu kämpfen hatten. „Bei unseren Gastgebern fehlten schon einige Stammkräfte. So hatten sie nur einen Wechselspieler zur Verfügung. Das hat uns natürlich in die Hände gespielt. Doch auch so eine Partie muss erst einmal gespielt und dann gewonnen werden. Das ist uns dank einer starken Einstellung und vor allem einer konsequenten Arbeit in der Abwehr auch gelungen. Am Ende hätte unser Sieg sogar noch höher ausfallen können“, kommentierte nach Abpfiff Oebisfeldes Teammanager Florian Seiler.

Die Allerstädter übernahmen nach dem 3:3-Ausgleich der Gäste in Minute sieben durch Ex-SVO-Mann Robert Kreller die Initiative. So schraubten Daniel Schliephake, Oliver Meinel (2) und der erneut stark aufspielende Pascal Koitek auf 7:3 (13.). Anteil daran, dass sich der SVO mehr und mehr in den Vordergrund spielte, hatte auch Torhüter Thomas Drese. Dazu Florian Seiler: „Thomas wartete mit einer ganz starken Quote auf. Auch Manuel Weis konnte sein Können zeigen. Er meisterte alle drei Siebenmeter der HG.“

Vorentscheidung vor der Pause

So war im Prinzip schon zur Pause die Weiche auf SVO-Sieg gestellt. Richtig eingerastet wurde sie von der Herrmann-Sieben dann im zweiten Abschnitt. Und das frühzeitig. Denn mit einem Dreierpack erhöhten Pascal Koitek (2) und Florian Kamm von 19:11 (37.) auf 22:11 (40.). „Ein Sieg der Mut macht“, so Florian Seiler.

Statistik

SV Oebisfelde: Drese, Weis - P. Schliephake (1), Koitek (8/2), Kamm (3), Meinel (4), Vogel (3), Kalupke (2), Heidler (3), E. Breiteneder, Kleist, Schroeter (5), D. Schliephake (2), Meichsner (1).

Siebenmeter: 2/2;

Zeitstrafen: 2.