Oebisfelde l Aufsteiger SV Oebisfelde sorgt in der Mitteldeutschen Oberliga (MDO) derzeit für ziemlich viel Furore. Nach vier Spieltagen haben es die Allerstädter auf 6:2 Zähler gebracht, nehmen damit hinter dem verlustpunkfreien Tabellenführer HC Elbflorenz Dresden II sowie dem HC Burgenland (7:1) den dritten Rang ein. Eine Platzierung, mit der im Vorfeld wohl nur die kühnsten Optimisten aus der SVO-Anhängerschaft gerechnet haben. Besonders bemerkenswert ist, dass sich die Männer um ihren Trainer Thomas Meinel trotz angespannter personeller Lage auf den dritten Liga-Platz geworfen haben.

Am Sonnabend wird ab 18.30 Uhr die HSG Freiberg erwartet und leider kann von einer personellen Entspannung keine Rede sein. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Denn neben den weiterhin verletzten Michael Meichsner, Andy Ost und Phil Schliephake werden auch Routinier Andreas Kalupke und der zuletzt stark aufspielende Florian Kamm nicht auflaufen. „Beide müssen aus privaten Gründen passen“, merkte Trainer Meinel an.

Routiniers gefragt

Dafür sollen zwei „bewährte Haudegen“ die SVO-Sieben verstärken - David Eckert und Nico Bischoff. Sie sollen vor allem in der Defensive mit für Stabilität sorgen. Apropos Defensive: Sie hat sich im bisherigen Saisonverlauf als das Herzstück des SVO-Spiels herauskristallisiert. „Das ist richtig. In der Abwehr haben wir, dank der dort praktizierten engagierten Spielweise und mit zwei starken Torhütern im Rücken, stets den Grundstein für unsere Siege gelegt. Das soll natürlich auch gegen Freiberg der Fall sein“, unterstrich Thomas Meinel und fügte hinzu: „Trotz der Euphorie, die momentan zu spüren ist, überdrehen dürfen wir nicht. Wir müssen den Ball flach halten und weiter konzentriert arbeiten. Gerade auch gegen die Freiberger.“

Denn die reisen als scheinbare Außenseiter an. Grund: Die HSGler (2:6 Punkte) liegen auf Rang elf und konnten wie Concordia Delitzsch und Einheit Plauen noch keinen Sieg verbuchen. So kassierten die Freiberger am vergangenen Sonnabend gegen den HBV Jena, die Zeiss-Städter sind wie die Oebisfelder in die Mitteldeutsche aufgestiegen, eine 25:27-Heimniederlage. Die beiden Zähler fuhr Freiberg zum Auftakt in eigener Halle gegen Apolda (23:23) und beim USV Halle (25:25) ein.

Spiel auf Augenhöhe erwartet

Sicher dürfte aber sein, dass die Fans in der Hans-Pickert-Halle diesmal kein Festival der Tore erleben werden. Zur Erinnerung: In der MDO-Saison 14/15 trennten sich beide Teams in Oebisfelde 50:50! Das Hinspiel in Freiberg verlor der SVO, der nach dieser Spielserie abstieg, mit 37:59.