Salzwedel l Nach dem 35:25 (19:12) gegen den HBV Celle wollten die Handballer des SVT Uelzen/Salzwedel nicht zu euphorisch werden, schließlich wies der bereits feststehende Absteiger aus Celle am Sonnabend bei weitem kein Landesliga-Niveau nach. „Wenn du gegen einen solchen Gegner nicht gewinnst, kannst du einpacken. Das war heute ein Muss und eine ziemlich leichte Aufgabe für uns“, musste Salzwedels Trainer Klaus Gobat nach dem Kellerduell zugeben, ohne dem HBV damit zu nahe treten zu wollen.

Celle steht mit seinen bis dato vier Punkten als Absteiger in die Regionsoberliga fest, für die SVT-Männer bleiben es mit nunmehr zehn Pluszählern drei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Doch – und da sind sich wohl alle Beteiligten einig – nur ein weiterer Sieg am kommenden Sonnabend in Luhdorf kann Uelzen/Salzwedel vermutlich noch retten.

Gobat verlebt ruhiges Spiel

SVT-Coach Gobat saß zum Großteil des Duells ruhig auf der Bank, redete und gestikulierte eher wenig. Musste er aber auch nicht zwingend, denn seine Mannschaft war über die komplette Spielzeit Herr im eigenen Haus. Zwar war den Cellern anzumerken, dass sie sich mit Anstand aus der Liga verabschieden wollen, doch auch an Punkte in Salzwedel schien das Schlusslicht schon im Vorfeld nicht geglaubt zu haben. Dennoch hatten die Niedersachsen Spaß, blieben fair und ruhig. Bis zum 3:3 nach knapp acht Minuten blieben die Celler noch auf Augenhöhe, ehe die Westaltmärker durch Sebastian Schönfelder, Ludwig Gercke (2), Gordon Sobolowski und Gustav Gercke relativ einfach auf 8:3 (13.) davonzogen. Nun wurde doch klar, in welche Richtung es in der nicht allzu gut gefüllten BBS-Halle gehen würde. Die Salzwedeler mussten nicht einmal volles Tempo gehen, um ihr sicheres Polster zu halten. Zur Pause hieß es schließlich 19:12 und wohl keiner glaubte mehr daran, dass diese Partie noch kippen könnte.

Allerdings waren sich die Gastgeber selbst wohl etwas zu sicher und kassierten zu Beginn der zweiten Hälfte – nachdem sie sich offensiv eine kleinere „Auszeit“ genommen hatten – gleich vier Gegentreffer in Serie. Das 16:20 (35.) feierten die Gäste schon fast, als wäre es der Ausgleich gewesen. Von einem solchen blieb der Rangletzte weit entfernt. Nachdem es mit der Chancenverwertung wieder besser klappte und Philip Duda im Tor zum Fels in der Salzwedeler Brandung avancierte, erhöhten die Westaltmärker wieder auf 27:18 (44./Martin Kersten). Ludwig Gercke sorgte beim 29:19 (47.) für den ersten Zehn-Tore-Vorsprung der Jeetzestädter. Genau diesen brachten sie dann auch sicher über die Zeit. Wieviel dieser Sieg für den SVT Uelzen/Salzwedel (Gobat: „Die Tür bleibt einen Spalt offen“) aber wirklich wert ist, werden die nächsten Wochen zeigen.

Statistik

SVT Uelzen/Salzwedel: Duda, Kolley – Schulze (4 Tore), L. Gercke (7), Eichblatt, Hornisch (5/59. Rote Karte), Drangmeister (2), Düster (1), Schönfelder (3), Kersten (3), G. Gercke (2), Jana (2), Krauth (2), Sobolowski (4).

HBV Celle: Lutz, Schucht – Meyer (1), Donner, M. Kaplick (3), Premper (9), Schulig (2), B. Kaplick (1), König, Jahns (3), Nciri (6).