Salzwedel l Sechs Niederlagen am Stück mussten die Männer des SVT Uelzen/Salzwedel zuletzt in der Handball-Landesliga Lüneburg einstecken. Diese bedeuteten zugleich den Absturz auf den vorletzten Rang.

Bock endlich umstoßen

Doch auch in diesen schweren Zeiten im Abstiegskampf denkt man an der Jeetze nicht ans Aufgeben. Vielmehr brennt man darauf, den Bock endlich umzustoßen. Vielleicht schon am Sonnabend, wenn die Reise zum Rangsechsten TuS Bergen (Anwurf: 19.30 Uhr) geht.

„Wir brauchen dringend Punkte, doch auch in Bergen hängen die Trauben wieder sehr hoch. Ehrlich gesagt mache ich mir da keine großen Hoffnungen. Wir dürfen aber nicht untergehen, müssen immer einen Blick auf das Torverhältnis haben. Dieses kann am Ende ein zusätzlicher Punkt sein“, äußert sich vor dem dritten Gastspiel in Folge Salzwedels Trainer Klaus Gobat. Kampflos werden die Westaltmärker die Punkte, gerade mit Blick auf die unglückliche 25:26-Hinspielniederlage, aber keineswegs in Bergen abgeben.

Die Ergebnisse müssen stimmen

„Alle Spieler sind gesund und heiß. Zuletzt waren wir mit den B-Junioren über 20 Leute beim Training. Es läuft also gut. Jetzt müssen nur irgendwann auch die Ergebnisse stimmen“, so Gobat. Die Leistungen waren in den vergangenen Partien oft nicht schlecht, doch die vielen technischen Fehler kosteten Kersten & Co. wertvolle Punkte. „Diese haben wir im Training besprochen. Fehler sind auch da, um daraus zu lernen. Schuldzuweisungen gibt es bei uns jedenfalls nicht“, erklärt der Salzwedeler Coach.

Der kann wohl mit der gleichen Besetzung wie bei der 25:29-Niederlage am Sonntag beim MTV Soltau II planen. Aus familiären Gründen wird Michael Schulze – zuletzt nach einer Blauen Karte gesperrt – nicht dabei sein. Dafür kehrt womöglich Denny Hornisch ins Aufgebot zurück. Doch auch er droht aus privaten Gründen weiter auszufallen.

Uelzen, Clenze und Celle die Gegner

Wichtiger ist das Mitwirken der beiden Routiniers allerdings in den folgenden Begegnungen. Dann heißen die Gegner Uelzen, Clenze oder auch Celle. „Da müssen wir uns die Punkte holen, daran führt kein Weg vorbei“, hat Klaus Gobat schon die Begegnungen gegen die direkten Konkurrenten im Hinterkopf.

Doch vielleicht gelingt ja schon in Bergen ein unerwarteter Punktgewinn. „Wir wollen uns natürlich so gut wie möglich verkaufen“, erklärt Gobat. Aufgrund des nach wie vor großen Spaßfaktors im Training ist der Rentner aus Uelzen nach wie vor optimistisch. „Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wir können den Klassenerhalt weiterhin aus eigener Kraft schaffen. Ich bleibe diesbezüglich weiterhin optimistisch“, so Klaus Gobat. Nach Resignation hört sich das nun wahrlich nicht an.