Salzwedel l Haben die Handball-Männer des SVT Uelzen/Salzwedel in der zweiten Halbzeit etwa ihr wahres Gesicht gezeigt? Diese Frage stellten sich womöglich mehrere Zuschauer in der BBS-Halle, die den 33:22 (13:11)-Heimerfolg der Hansestädter im Rahmen der Regionsoberliga Lüneburger Heide gegen die SG Adendorf/Scharnebeck miterlebten. Im zweiten Abschnitt überzeugten die Westaltmärker genau genommen in allen Mannschaftsteilen und siegten daher auch in dieser Höhe verdient gegen das Kellerkind.

Abendorf/Scharnebeck bleibt dran

Zwar machten die Salzwedeler ihre Sache auch in Hälfte eins ordentlich, schlugen daraus allerdings noch zu wenig Kapital. Die doch eher verbesserungswürdige Chancenverwertung verhinderte mehr aus SVT-Sicht. So blieben die Gäste – zumindest was die Spielstände anging – lange Zeit auf Augenhöhe.

Nachdem sich die Hallenherren durch Sebastian Schönfelder und Michael Schulze erstmals auf zwei (4:2/9.) und später dann sogar durch Schulze und Gustav Gercke auf drei Treffer (8:5/18.) abgesetzt hatten, verpassten sie es, nachzulegen. Beim 9:9 in Minute 25 war Adendorf/Scharnebeck erstmals wieder auf Augenhöhe. Bis zur Pause stellten die Hallenherren aber wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung her – 13:11.

SVT Uelzen/Salzwedel kassiert Ausgleich

Allerdings erwies sich auch dieser nicht als Ruhekissen für die Mannen von Spielertrainer Ronny Schlawin, der selbst nach gut einjähriger Verletzungspause erstmals wieder zum Einsatz kam und prompt fünfmal erfolgreich war. Gut drei Minuten waren nach dem Seitenwechsel gespielt, da hatte die SG wieder Gleichwertigkeit erreicht (13:13).

Doch nun ging ein Ruck durch die Salzwedeler Mannschaft. Dank einer robusten Abwehr sowie eines guten Keepers Daniel Kolley wurden nun immer mehr Bälle gewonnen und dann erfolgreiche Tempogegenstöße gestartet. Diesem schnellen Spiel konnten die Niedersachsen nicht mehr folgen. So sorgten zunächst Denny Hornisch und Martin Kersten für ein 18:15 (40.), wenig später Schulze, Schönfelder und Jeffrey Reichardt sogar für ein 21:16 (42.).

Die Überlegenheit des Schlawin-Teams – vor allem in physischer Hinsicht – wurde immer größer. So konnte der Vorsprung dank einer weiterhin geschlossenen Mannschaftsleistung immer weiter ausgebaut werden. Endgültig zugebunden war der Sack, als Schlawin und zweimal der starke Schönfelder auf 30:21 (56.) erhöhten. Dank Schlawin und Gercke waren es am Ende sogar elf Tore, die zwischen beiden Teams lagen.

Viele Chancen liegen gelassen

„Wir haben schon speziell in der ersten Viertelstunde gut gespielt, allerdings zu viele Chancen vergeben. Nach der Pause haben wir das Spiel schneller gemacht, zudem war der Gegner gerade zum Ende hin einfach platt. So war der Erfolg am Ende hochverdient“, bilanzierte der spielende Coach Ronny Schlawin, der sich natürlich wünscht, dass es beim SVT Uelzen/Salzwedel nach dem ersten Sieg im Jahr 2019 ähnlich weitergeht.

SVT Uelzen/Salzwedel: Kolley, Arnold - Schulze (8 Tore), Reichardt (2), Eirich, Eichblatt, Hornisch (4), Drangmeister, Schlawin (5), Schönfelder (9), Kersten (1), Jana, Gercke (3), Sobolowski (1).

SG Adendorf/Scharnebeck: Tschuschke, Kroll, Probst (1), Surke (3), Gläser (1), Simon (10), Holzwarth (2), Hnyk (1), Helms (3), Hilmer (1).