Mieste l So fuhr die Sieben von Trainer Marco Weis am Sonnabend in heimischer Halle gegen die Reserve des HV Rot-Weiß Staßfurt ihren zwölften Erfolg ein. Mit 33:29 (13:16) setzten sich die Altmärker durch und halten weiter Tabellenposition drei.

Die HSG-Sieben wahrte mit dem Sieg auch ihren Heimnimbus. Allerdings wackelte der im ersten Abschnitt bedenklich. Denn die Weis-Sieben hatte zunächst keinen Zugriff auf die Partie. Vor allem nicht auf das variable Angriffsspiel der Gäste. „Wir haben zu Beginn nicht konzentriert genug gearbeitet. Nicht nur in der Defensive, sondern auch im Angriff. Wir waren zu unpräzise“, schätzte Trainer Weis nach Abpfiff ein.

Gäste starten furios

So war es im Prinzip nicht verwunderlich, dass Staßfurt nach sieben Minuten mit 5:1 vorn lag. Auch die dann folgende HSG-Auszeit mit energischen Worten des Trainers brachten (noch) nicht die erhoffte Wende. Denn die Rot-Weißen machten angeführt von Spielmacher und Vollstrecker Tino Korin weiter Tore, lagen nach 14 Minuten mit sieben Treffern (11:4) vorn und der erwähnte Heimnimbus wackelte noch einen Zacken schärfer.

Doch die HSG-Sieben strotzt in dieser Saison praktisch vor Selbstbewusstsein. „Natürlich war mir angesichts des Rückstandes schon ein wenig mulmig. Doch ich war mir eigentlich sicher, dass die Jungs die Partie noch reißen werden“, sagte Marco Weis weiter.

Rückstand zur Halbzeit

Das Umbiegen der Begegnung begann dann nach und nach, weil sich die HSGler immer besser auf den spielstarken Kontrahenten einstellten. Die Abwehr um Torhüter Niklas Kropf, der ab Minute elf für seinen Kollegen Maximilian Gutzeit kam, agierte aufmerksamer und auch in der Offensive „langten“ die Hallenherren erfolgreich zu. So verkürzten Marcel Günther, Chris Krause (2) und Philipp Seiler auf 8:11 (19.). Zu mehr reichte es aber vorerst nicht. Rot-Weiß blieb weiter vorn, erhöhte den Vorsprung sogar wieder auf fünf Treffer (16:11/27.), ehe Philipp Gürtler und Martin Hesse bis zum Wechsel noch auf 13:16 verkürzen konnten.

Im zweiten Abschnitt wurde Rot-Weiß-Akteur Korin an die kurze Leine genommen. Allerdings nicht für lange. Grund: In der 33. Minute verletzte er sich und konnte nicht weiterspielen. Damit war der Dreh- und Angelpunkt der Staßfurter aus dem Spiel und die Weis-Sieben schickte sich an, die Spielgeschicke komplett in die Hand zu nehmen.

HSG mit erfolgreicher Schlussoffensive

Bis zur 43. Minute lagen die Gäste vorn (22:21), dann kam die HSG richtig ins Rollen. Maximilian Kleist besorgte den 22:22-Ausgleich und der auch in der Abwehr stark aufspielende Kreisläufer Tim Röscher die erste Führung (23:22/44.). Staßfurt wehrte sich, warf zum 23:23 ein, musste dann aber den nun nicht mehr zu stoppenden Kontrahenten ziehen lassen. Als Chris Krause in Minute 51 zum 27:23 getroffen hatte, war der Wille der Rot-Weißen gebrochen. Sie konnten nur noch reagieren und mussten nach dem 30:26 (56.) durch Tim Röscher die Niederlage akzeptieren.

Statistik

HSG Altmark West: Kropf, Gutzeit - Lachmann, Gürtler (9), Fehse, Röscher (5), Günther (1), Leder, Seiler (5), Kleist (6), Hesse (2), Krause (5/2)

Siebenmeter : 4/2; Zeitstrafen: 3.

HV Rot-Weiß Staßfurt II: Sieland - Richter (2), Langewald, Korin (7/2), Kunze (5), Loose (2), Hagemeyer (1), Hoffmann (2), Engelhardt (7), Ilgenstein (3)

Siebenmeter: 2/2; Zeitstrafen: 3.