Binde/Arendsee l Highlight war dabei sicher das deutliche 3:0 (57:21) - es war die Höchststrafe - gegen den Staffelsieger SG Spandau am Sonnabend.

Der klare Erfolg am Sonntag gegen NKC/Iduna II rundete die Saison dann natürlich noch ab. Damit bauten die Binder Männer ihre „Zu-Null-Serie“ auf der Heimbahn auf 43 Spiele aus. Gefühlt ging der letzte Punkt verloren, als noch Droschken durch die Stadt kutschierten und die Laternen an den Straßen per Hand an- und ausgezündet wurden.

Teamleiter Schernikau sehr zufrieden

„Das war natürlich wieder eine starke Saison, vielleicht sogar noch einen Tick besser als die letzte. Da haben wir ja auch schon Platz zwei geholt“, freute sich Teamleiter Alf Schernikau am Sonntag.

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Dennoch hätte nicht nur für ihn die Serie gern noch ein paar Spiele länger dauern können. „Naja, nach der Umstrukturierung ist unser Programm auf 14 Spiele geschrumpft. Das ist schon etwas wenig. Vielleicht hätte man sich auf 18 oder 20 Spiele einigen können, aber das liegt nicht in unserer Hand“, so Schernikau weiter.

Viele Zuschauer bei den letzten Heimspielen

Die beiden letzten Spiele der Serie 2019/2020 selbst hatten natürlich noch einmal viel zu bieten. Die Kegelhalle in Arendsee war sozusagen ausverkauft. Sitzplätze - bis auf den kleinen Treppenabsatz - gab es jedenfalls keinen einzigen mehr zu ergattern.

Und schon am Sonnabend gegen Krösus und Staffelsieger Spandau setzten die Binder ein dickes Ausrufezeichen. Nicht nur der 3:0-Heimerfolg gelang, sondern der wurde zudem noch mit einem perfekten 57:21 in den kleinen Punkten garniert.

„Das war natürlich so nicht zu erwarten. Aber Spandau hatte vielleicht nicht den besten Tag erwischt. Wir waren dagegen aber auch sehr gut drauf. Allerdings wird die SG das sicher verschmerzen können“, so Schernikau.

Der selbst feierte am Sonnabend gegen die SG ein ganz besonderes Jubiläum und absolvierte im Match seinen 200. Bundesligaeinsatz für den SVB. Das 3:0 und die Höchststrafe für Spandau waren da natürlich ein zusätzliches Geschenk. Dazu kamen noch ein Pokal und eine Urkunde für ihn.

Albrecht arbeitet sich auf Platz eins vor

Richtig gut drauf war am Ende - und überhaupt die ganze Saison über - Richard Albrecht. Der kämpfte sich mit seinen jeweils 12 Punkten gegen Spandau und NKC/Iduna II sogar noch auf Platz eins der Einzelwertung vor und teilt sich den Saisonthron an der Spitze mit Greifswalds Stephan Wolfgram.

„Ich habe Sonnabend die Bahnen eins und zwei super erwischt und am Sonntag die drei und die vier. Nehme ich das zusammen, wackelt sogar der Bahnrekord“, so ein überaus erfreuter Albrecht, der mit 910 und 913 Holz an beiden Tagen nicht zu stoppen war.

Binder haben Lust auf mehr

Am Ende fehlten den Bindern nur eine Hand voll Holz - aufgeteilt auf drei Spiele in der Fremde - zur Spitzenposition. „Ja das ist schon ärgerlich. Kegeln wir in den bestimmten Partien zusammen sieben Holz mehr, wären wir ganz vorn gelandet. Aber wir tasten uns immer weiter heran. Wer weiß, was in der Zukunft alles noch passiert“, hat Schernikau den Blick für das Oberhaus - bei aller Zufriedenheit über das Erreichte - nicht verloren.

Jetzt gehen die Binder erst einmal in die lange und verdiente Sommerpause, die bis zum Herbst andauern wird.