Salzwedel l Die FC-Kicker drehten am Sonntag in Salzwedel einen 0:2-Rückstand noch in einen 5:2-Sieg. Damit bleiben die Jübarer weiterhin im Verfolgerfeld der Tabelle vertreten.

Der ESV Lok, der weiterhin mit nur einem Zähler das Tabellenende ziert, hatte sich unterm Strich wenig vorzuwerfen. Vorn zeigten sich die Eisenbahner um Coach Steve Grünheit effektiv, hinten warfen sie sich in nahezu jeden Ball und verteidigten leidenschaftlich. Das zahlte sich zumindest im ersten Abschnitt auch aus, denn gleich in der fünften Minute gingen die Gastgeber durch Sebastian Dembeck in Führung. Der Stürmer lief in einen Schuss und köpfte zum 1:0 für die Hansestädter ein. Die machte dem Schlusslicht zusätzlich Mut. Bestnoten verdiente sich die Abwehr des ESV. Der ließ nicht locker und hatte fast immer ein Bein oder Fuß dazwischen, wenn der FC zum Abschluss kam. Die Gäste gaben zwar recht eindeutig das Kommando vor, doch in der Chancenverwertung tat sich das Siebenmorgen/Schneidewind-Team ziemlich schwer. Schon eine Minute nach dem Rückstand hätte eigentlich Goalgetter Justin Elfert, am Sonntag glücklos, für den Ausgleich sorgen können, wenn nicht gar müssen. Doch sein Kopfball am langen Pfosten landete über dem Kasten von Justin Kunkel (6.). Viele weitere Chancen konnte der FC ebenfalls nicht nutzen, was am eigenen Unvermögen, einem guten Keeper Kunkel, aber eben auch an der leidenschaftlichen Salzwedeler Abwehr lag. Beinahe hätte sich das gerächt, denn Dembeck hatte auch noch das 2:0 auf dem Fuß. Sein Versuch landete aber über dem von Joel Fäseke gehüteten Kasten (8.). Kurz vor der Pause sah sich Justin Elfert nach einem Handspiel im Lok-Strafraum, das Schiedsrichter Renee Sensenschmidt sofort ahndete, vom Neunmeterpunkt Kunkel gegenüber. Der Torhüter blieb Sieger und lenkte die Kugel stark gegen den Pfosten (24.). Somit nahmen die Hansestädter die etwas glückliche, allerdings auch nicht ganz unverdiente Führung mit in die Halbzeitpause.

In dieser schien es in der Kabine der Gäste wohl etwas lauter geworden zu sein. Coach Siebenmorgen konnte mit der Vorstellung seiner Schützlinge bislang nicht zufrieden sein, wartete zudem sehnsüchtig auf das erste Tor. Das ließ auch weiterhin auf sich warten, auch wenn der FC von Beginn an wieder Druck ausübte. Doch das Tor erzielten wiederum die Platzherren. Ein Schuss von Nick Danny Luckmann senkte sich hinter Fäseke in die Maschen, so dass es mittlerweile gar 2:0 (33.) für die Eisenbahner stand. Die waren natürlich nun auf dem besten Weg, ihren ersten Saisonsieg einzufahren. Doch womöglich fühlten sie sich auch einen Tick zu sicher. Als Nico Funk in Minute 40 den 1:2-Anschluss für Jübar/Bornsen herstellte, ging den Eisenbahnern ein wenig die Ordnung im Abwehrverbund verloren. Eine offensivstarke Mannschaft wie der FC nutzt so etwas natürlich eiskalt aus. Innerhalb weniger Minuten hatten die Gäste den Spieß gewendet. Nach Flanke von Funk erzielte Leon Junke den 2:2-Ausgleich (45.), ehe Funk sogar zum umjubelten 3:2 (48.) einschoss. Die Jübarer spielten sich in einen Rausch und legten auch noch zum 4:2 (49.) nach. Joel Härting schoss flach ein und sorgte für die Vorentscheidung in diesem brisanten Derby. Niclas Kühn (49.) sowie zweimal Spielmacher Nico Funk (55., 60.) verpassten das fünfte Tor. Das erzielte Leon Junke in der zweiten Minute der Nachspielzeit und machte den 5:2-Endstand zugunsten des FC Jübar/Bornsen perfekt, der damit mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen kann.

ESV Lokomotive Salzwedel: Kunkel - Grell, Serien, Luckmann, Paul, Dembeck, Kahlert, Grünheit (Stöckmann, Stephan, Schütze).

FC Jübar/Bornsen: Fäseke - Funk, Fehse, Kühn, Härting, Jelonek, Elfert, Schneidewind (Junke).

Torfolge: 1:0 Sebastian Dembeck (5.), 2:0 Nick Danny Luckmann (33.), 2:1 Nico Funk (40.), 2:2 Leon Junke (45.), 2:3 Nico Funk (48.), 2:4 Joel Härting (49.), 2:5 Leon Junke (60.+2).

SR: Renee Sensenschmidt (Brietz).

Vorkommnis: Justin Kunkel pariert Handneunmeter von Justin Elfert (24./FC Jübar/Bornsen).

Zuschauer: 20.