Kuhfelde l Speziell Wettergott Petrus meinte es gut mit dem Kuhfelder SV. Der westaltmärkische Verein richtete nämlich bei herrlichstem Frühlingswetter und strahlendem Sonnenschein zum insgesamt achten Mal seinen Frühjahrslauf aus. 101 Teilnehmer auf fünf Laufstrecken sowie vier Nordic Walker wurden dabei gezählt.

Zwei weitere Laufveranstaltungen

Einfach hatte es die doch eher beschauliche, aber dennoch hervorragend organisierte Kuhfelder Laufveranstaltung – der jüngste Teilnehmer war vier, der älteste hingegen über 60 Jahre alt – nicht. Sie fand parallel zum Oma-Haeder-Lauf in Stendal sowie auch zum Wasa-Lauf in Celle statt.

Dennoch konnte man mit 101 genau einen Starter mehr als im Vorjahr in die Ortschaft nahe Salzwedel locken. Diese Zahl stellte die Hauptverantwortlichen Nicole Stappenbeck und Daniela Guhl sowie ihre zahlreichen Helfer sehr zufrieden.

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Fünf Laufstrecken im Angebot

Angeboten wurden die Strecken über 400, 800 (jeweils Stadionrunden), 3000, 6000 und 12.000 Meter. Dazu konnten die Nordic Walker wahlweise über zweieinhalb oder fünf Kilometer den Ferchau erkunden. Die Läufe wurden im Kuhfelder Dorfstadion gestartet, wobei traditionell die Bambinis den Anfang machten.

Es wurde zunächst eine Stadionrunde zu insgesamt 400 Metern absolviert. Sehr flink war dabei der Riebauer Adrian Peterhoff unterwegs, der über diese Distanz in nur etwas mehr als anderthalb Minuten triumphierte. Fast zehn Sekunden ließ er zwischen sich und seinem ärgsten Verfolger Felix Höhe aus Vissum. Bestes Mädchen war Pia-Sofie Janzen aus Altensalzwedel als Gesamtdritte.

Tangelner gewinnt die 800 Meter

Direkt danach gingen die 800-Meter-Läufer an die Startlinie. Zwei Stadionrunden mussten dabei unter die Laufschuhe genommen werden. Der Tangelner Bela-Dero Klopp überquerte nach gut dreieinhalb Minuten als Erster die Ziellinie. Ihm dicht auf den Fersen lagen 400-Meter-Sieger Adrian Peterhoff und Jessica Harloff, die als Gesamtdritte zugleich auch das stärkste Mädchen war.

Immerhin 31 Teilnehmer trugen sich für die drei Kilometer lange Strecke – insgesamt fanden die Teilnehmer unterwegs, abgesehen von ein paar matschigen Stellen, gute Bedingungen vor – ein. Der Name Januschewski steht in diesem Fall wohl immer für die Favoritenrolle. Henning in Diensten des VfL Kalbe/Milde brauchte nicht einmal 13 Minuten, um als Erster das Ziel zu erreichen.

Januschewski gewinnt vor Harloff

Dabei ließ der älteste Sohn von Heiko Januschewski, der krankheitsbedingt diesmal auf einen Start verzichtete und nur als „Begleitschützer“ mit auf die Strecke ging, sogar den „alten Hasen“ Andreas Harloff hinter sich. Harloff landete mit fast einer halben Minute Rückstand auf Rang zwei, Dritter wurde Jakomo Neu aus Kaulitz. Lena Meye (Sieben Linden) konnte sich als insgesamt Neunte als beste weibliche Teilnehmerin betiteln.

Einen ganz souveränen Sieger gab es auf der Sechs-Kilometer-Distanz. Nomi Tietz aus Kaulitz erreichte das Ziel nach nur etwas mehr als 25 Minuten. Nicht einmal ein Fernglas hätte dem Gesamt-Rangzweiten Benjamin Wapenhans (Laufgruppe Immekath) gereicht, um den Erstplatzierten im Auge zu behalten. Wapenhans lag gut zweieinhalb Minuten hinter dem Führenden, Dritter wurde Michael Heitmann.

Salzwedelerin ist Schnellste

Die junge Katharina Schellenberg (Jahrgang 2006) aus Salzwedel kam als Elfte ins Ziel. Damit war sie die schnellste weibliche Teilnehmerin – und das in nur etwas mehr als 31 Minuten. Eine reife Leistung der Enkelin von Fußball-Referee Ulrich Schröder, der als Hobby-Läufer dem Treiben entspannt zusah.

Immerhin 16 Teilnehmer wagten sich an die Distanz von zwölf Kilometern. Hier gab es am Gesamtsieg des Barnebeckers Sebastian Lüpke nichts zu rütteln. Gerade mal etwas mehr als 52 Minuten war Lüpke unterwegs, was ihm letztendlich neben einer Goldmedaille auch einen Pokal einbrachte. Der Barnebecker hätte sogar noch schneller sein können. „Ich bin in der ersten Runde sogar noch einen Umweg gelaufen, weil man uns falsch geführt hatte“, erklärte er im Ziel.

Allerdings nahm er es mit Humor, denn die Konkurrenz war weit entfernt. Der Diesdorfer Ronny Schulze lag mehr als sechs Minuten hinter dem Sieger, Dritter wurde Andreas Harloff. Positiv hervorzuheben ist auch die Vorstellung der schnellsten Frau. Die Immekatherin Antje Kampe kam nach etwas mehr als einer Stunde als Gesamtsiebte ins Ziel.

Neunte Auflage in Planung

Beim Kuhfelder SV, aber wohl auch in der gesamten Region freut man sich schon jetzt auf die neunte Auflage. Diese wird im März 2019 über die Bühne gehen, ein genauer Termin ist aber noch nicht ausgemacht. Noch bleibt Nicole Stappenbeck & Co. ja fast ein Jahr Zeit zur Planung.