Kemnitz l So freuten sich die Gastgeber bei der 23. Auflage über mehr als 1000 Nennungen. Angeboten wurden ganze 32 Prüfungen, verteilt über drei Tage. Der Start verlief noch nicht ganz nach Wunsch. Das Wetter machte dem RVK um seinen Vorsitzenden Hans-Dieter Prehm schon am ersten Turniertag einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Sicherlich war auch der Dauerregen ein Grund dafür, weshalb sich die Starterzahl am ersten Tag noch in Grenzen hielt.

Besser wurde es dann aber in vielerlei Hinsicht an den kommenden beiden Tagen. Dort waren nicht nur wesentlich mehr Teilnehmer, sondern auch mehr Zuschauer auf der wieder mal fein herausgeputzten Anlage – unter anderem wurde diesmal eine Anzeigetafel aufgebaut – dabei.

Wie in fast jedem Jahr gab es natürlich auch diesmal wieder Reiterinnen und Reiter, die dem Wettkampf ihren Stempel aufdrückten. Besonders hervor stachen auch zwei Altmärker. Zum einen war Stefanie Piep vom Stendaler PSV in der Dressur wieder mal eine Klasse für sich.

Bilder

Auf Kasper beziehungsweise Quat-Royal holte sich Piep gleich drei goldene Schleifen. In den Dressurpferdeprüfungen der Klassen A und L hatte die Stendalerin ebenso die Nase vorn wie in der Reitpferdeprüfung. Ein überragendes Ergebnis für die Ostaltmärkerin, die sich nicht nur in Kemnitz schon längst einen Namen gemacht hat.

Jens Kampe souverän

Ähnlich sieht es bei Jens Kampe im Springen aus. Der Mann vom Reit- und Fahrverein (RFV) Kunrau zeigte seine Klasse und freute sich über gleich vier Gesamtsiege. In der Springprüfung der Klasse L setzte er sich auf Lea vom Neumühler Hof ebenso an die Spitze des Feldes wie in der ersten Abteilung der Punktespringprüfung der Klasse L mit Joker. Dort wurde Kampe fälschlicherweise vom Kampfgericht bei seiner starken Runde mit einem nicht zu überhörenden Klingelzeichen gestoppt.

Da er ohne Fehler blieb, wurde er gemeinsam mit Lexa Porth (RFV Lucie) automatisch an die Spitze gesetzt – allerdings ohne Zeitwertung. Genug hatte Kampe aber noch lange nicht und gewann, ebenfalls auf Lea vom Neumühler Hof, auch noch die erste Abteilung der Punktespringprüfung der Klasse M* mit Joker sowie die zweite Abteilung der Springprüfung der Klasse M*. Damit hatte sich der Tangelner immerhin vier goldene Schleifen gesichert.

Altmärker überzeugen

Aber auch andere Regionsvertreter hinterließen einen starken Eindruck. Auch die Jüngsten, denn die Mahlsdorferin Joana Marie Panhey gewann auf Bony die erste Abteilung vom Führzügel-Wettbewerb, die Salzwedelerin Linn Bindemann auf Filou hingegen die zweite Abteilung. Die Miesterin Smilla Johanna Geiss ging indes auf Braakmoor Lord Lejnes als Siegerin der Dressurprüfung der Klasse E hervor. Dazu fanden sich auch weitere altmärkische Starter wie Armin Streiter (RSG Sanne-Fleetmark), Josefine Tasler, Antje Wieneke (beide TuS Blau-Weiß Kakerbeck), Lena Behrens (RFV Hansestadt Salzwedel), Susan Ringel (RFV Miesterhorst), Juliane Klara Nyenhuis (RV Schönhausen), Steffen Rossau (RFV Flessau) oder auch Annie Kamieth (RFV Winterfeld) zumindest einmal ganz oben in der Endabrechnung wieder.

Zum ersten Mal im Programm befand sich übrigens das Barrierenspringen der Klasse S*. Diese anspruchsvolle Prüfung gewann Malte Weichsler in Diensten des RFV Helmstedt auf Cristall. Insgesamt kann der RV Kemnitz wieder einmal auf eine gelungene Veranstaltung – darin verankert war auch wieder ein tolles Showprogramm – zurückblicken. „Wir lassen uns eigentlich in jedem Jahr etwas Neues einfallen und freuen uns, dass uns einige Starter schon seit über 20 Jahren die Treue halten.

Die Eintrittspreise halten wir sehr gering, für die Kinder, aber auch die Erwachsenen haben wir ein tolles Rahmenprogramm zusammengestellt. Wir können mit den Zahlen sehr zufrieden sein, denn das ist auch unser Limit“, verriet Hans-Dieter Prehm. Der Vereinschef hofft natürlich auch im kommenden Jahr auf ähnlich starke Starterfelder.