Mahlsdorf l Das möchte der RFV Mahlsdorf nach wie vor nutzen und richtet daher alle zwei Jahre ein Reit- und Springturnier aus. Die jüngste Auflage ging am Wochenende über die Bühne, wobei an zwei Tagen im Springen sowie in der Dressur 16 Prüfungen ausgeschrieben waren. 382 Nennungen, 131 Teilnehmer und dazu 241 Pferde – das sind schon ordentliche Zahlen, über die sich natürlich auch der Mahlsdorfer Vereinsvorsitzende Rolf Netzband mit seiner Ehefrau Angelika freute. Letztgenannte hatte sich schon vor Jahren dafür stark gemacht, dass im Rahmen dieses Turniers auch die Kinder- und Jugendspiele des Kreissportbundes Altmark West durchgeführt werden.

Lob für den Veranstalter

„Wir sind ein kleiner Verein, und so ein Turnier zu organisieren, bedeutet viel Arbeit. Daher haben wir uns dazu entschlossen, das nur noch alle zwei Jahre zu machen. Wir freuen uns über viele Helfer und Sponsoren. Unterstützt werden wir von der Freiwilligen Feuerwehr, der Stadt Salzwedel, aber auch von Freunden des Vereins. Ihnen gilt ein großer Dank“, berichtete das Ehepaar Netzband, während auf dem Reitplatz den zahlreichen Zuschauern bei herrlichem Sommerwetter feinster Pferdesport geboten wurde. „Die Bedingungen sind natürlich ideal. Von auswärtigen Reitern haben wir viel Lob erhalten. Wir achten auch darauf, dass die Plätze hier immer wieder gut bewässert werden“, so RFV-Chef Rolf Netzband. Ihm und seiner Gattin war es wichtig, auch dem Nachwuchs etwas zu bieten.

So konnten beispielsweise auch mehrere junge Altmärkerinnen in den jeweiligen Prüfungen Akzente setzen. Beispielsweise Daniela Washausen vom RFV Kunrau auf Derry im Reiter-Wettbewerb Schritt - Trab - Galopp (Wertnote: 8,40) oder Mientje Meyer-Roschau von der Reitgemeinschaft Ristedt auf Primera im Dressur-Wettbewerb (8,30).

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Meyer-Roschau in der Dressur vorn

Auch allgemein konnte sich das Abschneiden der Regionsvertreter sehen lassen. In der Dressur holte sich die Ristedterin Britta Meyer-Roschau noch einen Sieg. Auf Luke P gewann sie die Eignungsprüfung der Klasse A für Reitpferde (7,70). Dazu bestachen die Westaltmärker in den A-Springen mit starken Leistungen. Der Klötzer Andreas Kempf gewann auf Solea die Springpferdeprüfung der Klasse A** (8,0), Kunraus Hannes Schwarz auf Dartagon die Stilspringprüfung der Klasse A* (8,0) und die Salzwedelerin Hannah Wnuck von Lipinski auf Couleur Rebell fehlerfrei in nur 44,35 Sekunden die Springprüfung der Klasse A**.

Auch der Kakerbecker Marcus Arnold war erfolgreich unterwegs, holte sich auf Carlson vom Dach unter anderem mit einer Wertnote von 8,20 den ersten Platz in der Springpferdeprüfung der Klasse L.

Höhepunkte waren aber die M-Springen. Auch in diesen schlugen sich die Regionsvertreter wacker. Jens Kampe vom RFV Kunrau siegte auf Agento vom Neumühler Hof nach einem fehlerfreien Ritt in 32,73 Sekunden in der Springprüfung der Klasse M* mit Stechen, während die für den RV Kemnitz aktive Anja Neuhaus auf Monte-Cristo die Springprüfung der Klasse M** in 54,81 Sekunden für sich entschied.

In zwei Jahren feiert der Verein seinen 60. Geburtstag. „Dann wird es womöglich eine Überraschung geben. Vielleicht führen wir mal ein S-Springen ein. Ansonsten soll der Rahmen aber so bleiben, und wir hoffen, dass vor allem wieder viele junge Reiterinnen und Reiter an unserem Turnier teilnehmen“, freuen sich Rolf und Angelika Netzband bereits auf die nächste Auflage im Jahr 2020.