Arendesee l  Sie hatten nach sechs Rennen die wenigsten Platzpunkte gesammelt und holten sich zum ersten Mal den Siegerpokal. Die Pfingsregatta stand in diesem Jahr unter dem Vorzeichen knapper Beteiligung. Am Ende gingen nur 16 Crews an den Start. Das ist Negativrekord, der verschiedene Gründe hat. Viele angestammte Teilnehmer fehlten aus persönlichen Gründen, andere haben sich etwas zurückgezogen, fahren nicht mehr zu jeder Regatta.

Spitzenteams liegen dicht beieinander

Dennoch kam ein recht illusteres Feld zusammen, in dem bekannte Segler vertreten waren. Die Spitzenteams lagen erstaunlicher Weise dicht beieinander. Keine Crew konnte der Regatta ihren Stempel aufdrücken und die Entscheidung über den Sieg fiel erst in der letzten Wettfahrt. Und zwar in der sechsten. Das gibt es bei den Pfingstwettfahrten auch eher selten. In der Regel sind die Segler froh, wenn sie an zwei Tagen vier reguläre Rennen schaffen. Dieses Mal ging es an beiden Tagen recht gut.

Wettfahrtleiterin Astrid Salzmann hatte ein gutes Händchen und ließ jeweils drei verkürzte Rennen fahren. Am Sonnabend war das bei starkem und böigem Wind richtig, weil die Crews einfach k. o. waren. Am Sonntag bei schwachem, leicht drehendem Wind schaffte sie es, vor der Mittagsflaute die Regatta zu beenden. Unter dem Strich gab es viele zufriedene Gesichter, weil viel gesegelt wurde.

Schockmoment bei Stock und Friedrich

Am Sonnabend ging es für Mensch und Material an die Belastungsgrenzen. Der Wind wehte stark und erreichte in plötzlichen Böen 25 Knoten. Das zwang einige Crews, die Segel zu streichen. Die meisten hielten aber tapfer durch. Viele kenterten oder verschlissen Material. Spektakulär erwischte es Christian Stock und Sven Friedrich, die in der zweiten Wettfahrt bei voller Fahrt unter Spinnaker kenterten. Ihr Ruder war gebrochen und Schotte Sven Friedrich ging kopfüber über den Bug ins Wasser. Zum Glück verletzte er sich nicht. Beide setzten nach Tausch des Ruders die Regatta fort.

Ein ganz anderes Bild dann am Sonntag. Schwacher Wind, der unstet und leicht drehend war. Der wirbelte die Wertung aber wieder durch. Am konstantesten hielten sich dabei die späteren Sieger, die sowohl bei schwerem, als auch bei leichtem Wind gut fuhren und nur einen siebenten Platz zu streichen hatten. Sie gewannen am Ende wegen ihrer Konstanz, ohne dabei ein einziges Rennen gewonnen zu haben.

Stefan und Heiko Seifert knapp geschlagen

Auf dem zweiten Platz landeten Stefan und Heiko Seifert. Sie hatte bis zum Schluss die Chance auf den Gesamtsieg.

Im letzten Rennen bauten sie jedoch ihr Streichergebnis und waren am Ende aber trotzdem zufrieden.

Mit Carlo Schütte und Stefan Vormbaum hätte es beinahe noch eine zweite Crew vom Arendsee auf das Treppchen geschafft, ihnen fehlte am Ende ein Punkt.

Landesmeisterschaften im Blickpunkt

Am übernächsten Wochenende sind die Segler vom ARV wieder auf Achse. Für viele von ihnen geht es zu den Landesmeisterschaften nach Braunsbedra an den Geiseltalsee. Höhepunkt der Saison ist die Deutsche Meisterschaft Ende August in Schwerin.