Salzwedel l Über 140 Starter aus neun Vereinen trafen sich kürzlich in Lüchow, um die Besten aus ihren Reihen zu ermitteln.

Die Salzwedeler Taekwondokas freuten sich über die kurze Anreise und traten mit 20 Kämpfern an. Obwohl alle sehr fleißig trainiert hatten, kam ihnen doch nur eine Außenseiterrolle zu. Andere Vereine konnten mit mehr Teilnehmern alle Kampfklassen besetzen. Die Salzwedeler belegten nur knapp die Hälfte alle Klassen.

Die traditionellen Formen, sogenannte Poomsen, beinhalten eine festgelegte Reihenfolge von Angriffs- und Abwehrtechniken. Dabei wird die Stellung, die Kraft, Schnelligkeit und Exaktheit der jeweiligen Technik bewertet.

Salzwedeler überraschen

Anschließend ging es in Teams mit drei Personen in die Synchronformen. Es galt eine Form komplett synchron zu laufen. Auch hier behielten die Salzwedeler die Nerven und rechneten schon mit guten Ergebnissen.

Als dritte Disziplin folgte nach einer kurzen Mittagspause der Hochsprung. Eine Handpratze musste dabei mit einem gesprungenen Fußtritt getroffen werden. Eingeteilt nach Geschlecht und Körpergröße fingen die Taekwondo´kas in Kopfhöhe an.

Schulz holt sich den Gruppensieg

Hier konnte sich Lena Schulz (Klasse weiblich 140-150 cm) gegen alle Gegnerinnen durchsetzen und schaffte so den Gruppensieg. Spannend wurde es auch bei den Männerklassen: Felix Weidemeyer war in einer sehr großen Gruppe (bis 160 cm) mit 15 Teilnehmern. Zum Schluss bleiben noch vier Sportler im Rennen, die alle die Höhe von zwei Metern versuchten.

Nachdem seine Vorgänger jeweils beim zweiten Versuch scheiterten, schaffte der 13-Jährige als letzter Starter diese Höhe. Mit einer sicheren Goldmedaille versuchte er noch seinen persönlichen Rekord zu brechen und erreichte noch die die 2,15 Meter.

Den Tagesrekord stellte der 21 jährige Salzwedeler Niklas Faescke auf. In seiner Gruppe (bis 180 cm) blieb er im Finale mit einen Lüchower Starter über. Mit 2,40 Meter erreichte er die größte Höhe an diesem Tag.

Fünf Goldmedaillen schon ein Erfolg

Gleich fünf Goldmedaillen konnte Salzwedel bei den Einzelformen erreichen. Auch bei den Synchronformen waren zwei Gruppen erfolgreich. Das Team von Johanna Gehring, Mareike Busse und Wilm Könnig erhielt die beste Note bei der Gruppe „Kinder Anfänger“. Auch Cassandra Mitschke, Asisa Hetey und Lena Schulz erreichten das in der Gruppe „Jugend Fortgeschrittene“.

Bevor es zur Vereinswertung ging, nahm Grossmeister Iscen noch einige Ehrungen vor. Er rief Lena Schulz und Felix Weidemeyer zu sich. Beide zeigten bei den Sprungtechniken außerordentliche Leistungen und bekamen als Ehrenpreis eine Handpratze überreicht.

In der Gesamtwertung wurden dann die Platzierungen von hinten bekannt gegeben. Die Spannung stieg weiter, als es um die Medaillenplätze ging und Salzwedel noch immer nicht genannt wurde.

Salzwedeler überraschen alle

Als die Trainer von Dannenberg (Platz 3) und Hankensbüttel (Platz 2) aufgerufen wurden, jubelten die Salzwedeler schon. Sie erhielten mit zehnmal Gold, siebenmal Silber und viermal Bronze den Gruppensieg.

Stellvertretend nahm Trainer Frank Weidemeyer (5. Dan) den Pokal entgegen. Gleichzeitig wurde ihm der Wanderpokal überreicht, der jetzt für ein Jahr in Salzwedel stehen wird.

„Ich war komplett überrascht, damit haben wir nicht gerechnet. Uns ist das zwar schon einmal gelungen, aber das war 2006. Da waren viele der Teilnehmer noch nicht geboren“ so Weidemeyer nach der Siegerehrung.

Wer mehr über die koreanische Kampfkunst erfahren möchte, ist beim Training herzlich willkommen. Weitere Infos gibt es unter www.mokado.de.