Magdeburg/Burg l Neben vielen anderen Sportarten war und ist auch der Tennisverband Sachsen-Anhalt (TSA) stark von den Auswirkungen der Verbreitung des Coronavirus betroffen.

Absage musste kurzfristig getroffen werden

Es sollte ein ganz besonderer Tag werden. Alle Vorbereitungen waren beim Tennisverband Sachsen-Anhalt (TSA) getroffen, um gemeinsam mit den Mitgliedsvereinen und den prominenten Ehrengästen um DTB-Vizepräsidentin Eva-Maria Schneider und Landessportbund-Präsidentin Silke Renk-Lange den großen Jubiläumsempfang zum 30-jährigen Bestehen des Verbandes im Dorint Hotel Herrenkrug zu begehen.

Doch es sollte am vergangenen Wochenende anders kommen. Herrschte wenige Tage vorher noch Zuversicht, das Jubiläum durchzuführen, so mussten die TSA-Verantwortlichen um Präsident Axel Schmidt eine kurzfristige schmerzliche Entscheidung treffen. „Der Vernunft folgend, haben wir uns schweren Herzens für die Absage dieses Höhepunkts entschieden. Es ist uns nicht leicht gefallen, allerdings haben wir eine Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern, Vereinen und der gesamten Gesellschaft“, erklärt Schmidt den Prozess der Entscheidungsfindung.

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Präsidiumssitzung wird zur Krisenberatung

Viel Zeit für Enttäuschung blieb für Schmidt und seine Mitstreiter im TSA-Präsidium aber nicht. So wurde die Präsidiumssitzung, die als Vorbereitung für den Landesverbandstag gedacht war, zu einer Krisensitzung bis in die späten Abendstunden. „Es galt einige Maßnahmen schnell umzusetzen und weitere Entscheidungen vorzubereiten“, so der TSA-Präsident. Gefordert war beispielsweise ein zügiges Handeln im Umgang mit dem Wettspielbetrieb. Neben der sofortigen Aussetzung der Winterrunde wurden auch die Turniere, Lehrgänge und Seminare bis Mitte April abgesagt. Von ersten Veränderungen ist auch die aktuelle Sommersaison betroffen. Nachdem der Deutsche Tennis Bund (DTB) bekannt gab, bis zum 26. April keine Wettspiele zu werten, musste als erster Schritt der Start auf den 6. Juni verlegt werden. „Das ist der Termin, mit dem auch die Landesverbände der Regionalliga Nordost planen“, weiß Schmidt zu berichten.

Projekte werden weiterlaufen

Die Frage nach dem geregelten Spielbetrieb ist derzeit aber nicht die einzige Herausforderung der TSA-Entscheidungsträger. „Neben der strategischen Neu-Ausrichtung in Zusammenarbeit mit den Vereinen gehört auch der Aufbau einer modernen Vereinsberatung, die durch öffentliche Mittel des Landes Sachsen-Anhalt unterstützt wird, zu unseren Projekten. „Das Präsidium verspricht sich dadurch positive neue Effekte für seine Vereine“, hat der Präsident große Hoffnungen. Seit Februar zeichnet sich Maximilian Pefestorff als Hauptamtlicher für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich. „Wir wollen im Herbst dieses Jahres mit den ersten Beratungen beginnen. Derzeit werden dafür alle Voraussetzungen geschaffen“, informiert der Funktionär mit viel Zuversicht.

Dennoch wird das aktuelle Geschehen auch den Tennisverband weiter begleiten. Axel Schmidt und das TSA-Präsidium hoffen in der Diskussion um Hilfen und Unterstützung auch auf die Landesregierung, um den organisierten Sportbetrieb zu stärken.