Salzwedel l In den letzten Tagen verbrachte der altmärkische Triathlet Marcus Herbst aus Kloster Neuendorf nicht nur viele Stunden mit dem Training, sondern auch 3500 Kilometer im Auto, um durch ganz Europa zu reisen.

Herbst wird Sechster

So belegte Herbst beim Ironman 70.3 in Vichy den sechsten Platz hinter dem Hawaiisieger Frederik van Lierde (Belgien). Herbst zeigte sich dennoch etwas unzufrieden, da er vor allem im Schwimmen und im Radfahren seine Leistung nicht ganz abrufen konnte. Was ihn aber richtig zuversichtlich gestimmt hat, war das Laufen. So konnte er in Frankreich die 21 Kilometer in 1:17 Stunden absolvieren.

„Ich habe gemerkt, dass die Form stimmt. Aber ich hatte etwas wenig Zeit, mich an die Temperaturen anzupassen und im Gefühl, dass da noch etwas mehr im Tank war“, konstatierte Herbst.

Nach Vichy sollte Rügen folgen. Nachdem Herbst 2014 bereits schon einmal Vierter beim Ironman 70.3 auf Rügen war, erlebte er 2016 ein kleines Tief mit Platz 13: „Ich mag das Rennen im hohen Norden, denn oft sind die Bedingungen an der Küste hart.“

Viele Stars am Start

Das Starterfeld war gespickt mit bekannten Namen wie Patrick Lange und vielen weiteren Stars der Szene.

Das Rennen lief dann aber viel besser als erwartet, und so konnte der Altmärker die Ostsee mit nur 1:20 Minuten Rückstand auf die Spitze an neunter Position verlassen. Auf dem Rad konnte er sogar mit Tagesbestzeit von 2:02:07 Stunden auf die Führenden Frommhold und Lange aufschließen. „Ich habe beim Radfahren alles riskiert und jede Reserve, die mein Körper mir bereitstellt, genutzt“, so Herbst.

Beim Laufen wurde das Rennen dann wieder sehr spannend. Herbst konnte sich bis Kilometer 20 auf dem dritten Platz halten, am Ende wurde er dann Vierter mit lediglich 15 Sekunden Rückstand.

Gern Dritter geworden

„Ich wäre natürlich gern Dritter geworden, aber ich kann mir nichts vorwerfen“, so Herbst, der mit seinen Ergebnissen zur Weltspitze gehört.

Im Moment liegt der Altmärker mit 840 Punkten in der Ironman-Weltrangliste auf Platz 19 und ist somit für die Weltmeisterschaft 2018 in Südafrika im September qualifiziert. „Es kommen natürlich noch ein paar Rennen, wo alle anderen Jungs Punkte sammeln können, aber ich bin in einer ganz guten Position für nächstes Jahr und sehr zufrieden mit der Ausgangslage“, so Herbst.

Nach einer kurzen Erholungsphase wird der Altmärker am 14. Oktober noch bei einem Halb-Ironman auf Mallorca starten, bevor es am 20. Oktober beim Magdeburger Marathon um schnelle Zeiten geht.