Gardelegen l Dabei bezwang der Sechser von Spielertrainer Lucien Braune den Magdeburger LV Einheit klar und deutlich mit 3:0 nach Sätzen. Als Marc Niendorf, übrigens angetreten mit neuer Frisur und ohne den gewohnten Pferdeschwanz, am Sonntag um 16:20 Uhr Ortszeit den letzten verzweifelten Angriff der Gäste in der Gardelegener Willi-Friedrichs-Halle blocken konnte, war der erste Saisonerfolg der Altmark Volleys in der Landesoberliga perfekt.

Soeben hatten die Männer des SSV 80 Gardelegen den MLV nach einer sehr ordentlichen Vorstellung mit 3:0 (26:24, 25:23 und 25:20) besiegt und gaben damit auch die Rote Laterne in der Tabelle an den USV Halle II ab.

Erfolg deutete sich an

Und der erste Erfolg, auf den die Volleys so lange warten mussten, war nicht unverdient und deutete sich bereits in der letzten Woche nach der knappen 2:3-Niederlage gegen Reform II an.

Diesmal mussten die Gardelegener jedoch auf Julius Winkler und Hannes Gust (Fußball) verzichten, steckten diese Ausfälle aber hervorragend weg. Und ohnehin kamen sie am Sonntag mit nur sieben Spielern aus und rotierten nur in diesem Schema. Zudem agierte Lucien Braune von Beginn an auf der diagonalen Position und forderte gerade im ersten Satz viele Bälle. In diesem lagen die Volleys eigentlich immer knapp vorn. Beim 12:9 und 17:14 konnten sie sich sogar schon etwas absetzen. Doch es blieb spannend - auch, weil der SSV zu viele Aufschlagfehler produzierte und die Variabilität im Angriff vermissen ließ. Dennoch reichte es mit dem zweiten Satzball zum 26:24.

Knackpunkt zweiter Satz

Im zweiten Satz schienen dann auch die Gäste im Spiel angekommen zu sein. Schnell führten die mit 8:3 und hatten Ball und Gegner unter Kontrolle. Doch nach der Auszeit fingen sich die Gardelegener wieder und knüpften an die gute Leistung aus Satz Nummer eins an. Nun wurde auch die Mitte mit in den Angriff eingebunden - mit Erfolg. Nach dem 22:22 hatten die SSV-Männer die besseren Nerven und siegten mit 25:23. Der nächste Saisonpunkt war damit sicher.

Doch diesmal wollten die Volleys mehr - viel mehr. Sie wollten alles. Und sie bekamen alles. In Satz Nummer drei gingen die Männer um Stefan Posselt, der jetzt offensiv mehr und mehr in Erscheinung trat, gleich konzentriert zu Werke und gingen mit 3:1 und später 7:3 in Führung. Bis zum 15:15 sollten sie die dann auch nicht mehr abgeben. Zwar drohte der Satz nun zu kippen, aber der SSV blieb konzentriert und vor allem nervenstark. Über 22:19 wurde dann das Match mit dem 25:20 in Sack und Tüten gebracht. Der Rest war dann Gardelegener Jubel pur.

Statistik

Altmark Volleys: Kolbus, (Berger, Herms, Knipp), Niendorf, Liebscher, Posselt, Rüsting, Braune, Rummel.