Atzendorf l Nüchtern betrachtet war es ein gerechtes Unentschieden, denn „auf beiden Seiten haben die Torhüter gute Möglichkeiten vereitelt“, schätzte 09-Coach Axel Quednow ein. Er musste auf sieben Stammspieler verzichten, ergänzte die Mannschaft mit zwei 17-Jährigen aus der A-Jugend. „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft“, betonte er. Vor allem Lucas Möller auf Sturmspitze zeigte einen tollen Auftritt. Wenngleich er einige Möglichkeiten ausließ oder auch mal die falsche Entscheidung traf, so sorgte er doch für viel Wirbel. „Es war sein erstes Spiel im Männerbereich. Da ist es doch kein Wunder, dass er etwas aufgeregt ist und nicht alles funktioniert. Man braucht eben auch immer ein Quäntchen Glück.“

Starker Reflex von Philipp Beier

Gegen die erfahrenen Sascha Eisenträger und Philipp Voigtländer in der ZLG-Defensive hatte Möller aber auch einen ziemlich schweren Stand. Die beiden Atzendorfer trumpften erneut mit gutem Stellungsspiel und vielen gewonnenen Zweikämpfen auf. „Wir haben gezeigt, dass wir auch mit starken Mannschaften wie Staßfurt mithalten und zu null spielen können“, lobte Trainer Steffen Grohe. Allerdings hatte er sich durchaus mehr ausgerechnet. „Wir hatten einige Großchancen.“ Jedoch vergaben zweimal Sebastian Tolle, der unter anderem an Keeper Philipp Beier und seinem starken Reflex scheiterte (35.), Daniel Ebeling oder Marc Burdack hochkarätige Möglichkeiten. Zudem wurde ein Strafstoß kurz vor dem Ende nicht gegeben. Spielerisch gab es auf beiden Seiten keinen Vorwurf. „Auf diesem Geläuf ging es nur mit schnellem Spiel über die Flügel“, erklärte Grohe. „Das haben wir und Staßfurt dementsprechend forciert.“ In den ersten 20 Minuten hatten die Gäste vor allem über die linke Seite Oberwasser. „Da sind wird ganz schön geschwommen. Aber im Verbund haben wir es gut hin bekommen.“

Schub für die Rückrunde

In der Folge entwickelte sich aber eine ausgeglichene Partie. Herausragend verkaufte sich Staßfurts Steven Stachowski, der gegen Tolle einen harten Job zu verrichten hatte, da man den ZLG-Angreifer aufgrund seiner Physis „nicht über 90 Minuten komplett ausschalten kann“, betonte Quednow. „Aber Steven hat das sehr gut gemacht.“

Während der SV 09 aufgrund der personellen Situation mit dem Punktgewinn durchaus gut leben kann, hofft die ZLG auf einen Schub für das Selbstvertrauen. „Wir haben zwar einen Punkt mehr auf dem Konto, aber der Auftritt war hoffentlich auch gut für den Kopf. Ich hoffe, dass wir den Schwung mit in die Rückserie nehmen können, um dann die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.“

ZLG Atzendorf: Fiser – Spangenberg, Eisenträger (52. Kutz), Sura (69. Gehrke), Voigtländer, S. Rock, Burdack, Knoll (60. Isufi), Wienert, Tolle, Ebeling

SV 09 Staßfurt: Beier – Lieder, Schreckenberger, Möller, Abresche, Stachowski, B. Jesse (79. Mähnert), Horstmann, Kasper (89. Witte), S. Limpächer, F. Jesse

Tore: Fehlanzeige; SR: Heinz Schwarzlose (Rogätz), ZS: 80