Schönebeck l Für den Sachsen-Anhalt-Ligisten SG Lok Schönebeck (11.) wird es zum Saisonende doch noch einmal enger als gedacht. In der vergangenen Woche unterlagen die Schönebecker dem BSV 93 Magdeburg deutlich mit 26:38. Und Henning Stapf, Trainer der SG Lok, fand nach der Partie deutliche Worte. „Jeder sollte sich fragen, ob er gewillt ist, in der Sachsen-Anhalt-Liga zu spielen“, wütete der Coach. Und die Angst ist nicht ganz unbegründet. In den kommenden Wochen heißen die Gegner Post SV Magdeburg (12.) und der USV Halle II (13.). Die Wochen der Wahrheiten für die SG Lok.

In der Deckung Beton anmischen

Damit hat Lok es selbst in der Hand, sich vor dem Abstieg zu retten. Und dieser Situation ist sich auch Stapf bewusst. „Von den beiden Partien müssen wir mindestens eins gewinnen.“ Denn die letzten drei Gegner der Saison sind Radis (3.), Spergau (2.) und Oebisfelde (1.). „Wir müssen gegen Post bereits den Grundstein legen. Dann können wir gegen die drei stärksten Teams der Liga befreit aufspielen“, meint der Coach. Und um den Kopf frei zu bekommen vor den wichtigen Aufgaben, wurde die Partie vom vergangenen Wochenende noch einmal besprochen. Dabei blieb es auch, wie der Coach erzählt: „Ich habe nicht weiter nachgelegt. Die Spieler wissen, was alles schief gelaufen ist.“ Und so startete die Mannschaft konzentriert und voller Elan in die Vorbereitung für die Partie heute. „Wenn wir unsere Leistung abrufen, dann sollte es mit den Punkten klappen“, blickt der Trainer optimistisch voraus. Und mit dem Gegner wurde sich bereits beschäftigt. Im Hinspiel gelang den Schönebeckern ein ungefährdeter 32:23-Erfolg. Und das soll nun wiederholt werden, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. „Der Rückraumshooter bei Post ist verletzt“, weiß Stapf und führt weiter aus: „Sie spielen einen sehr schweren Handball mit vielen Querpässen und vielen Eins-gegen-eins-Situationen.“

Und um den Erfolg zu schaffen, „müssen wir diesmal in der Deckung Beton anmischen. Auch die Torhüter müssen ihre gewohnte Leistung abrufen“, erklärt der Coach. Denn in den vergangenen drei Partien kassierte die SG Lok immer über 30 Gegentore. Das soll diesmal nicht noch einmal passieren. „Wir haben auch ein paar Varianten der Deckung geübt, um da noch sicherer zu stehen.“ Und um zum Torerfolg zu kommen, setzt Stapf wieder auf ein schnelles Umschaltspiel. „Die Gegenstöße müssen funktionieren.“

Nicht von der Partie werden weiterhin Robin Riedel und Martin Blumenthal sein. Zudem fällt Jost Mattiseck mit einer Grippe aus. Aber Stapf ist sich sicher, „dass wir trotzdem ausreichend Potential besitzen“. Und sollte die SG Lok es schaffen, dieses auf die Platte zu bringen, dann würden die Schönebecker einen großen Schritt machen.