Mittelfeldspieler sind im Fußball Spielgestalter und Strategen, die das Spiel lenken. Auch im Handball ist die Position des Rückraum Mitte von zentraler Bedeutung sowie die Zuspieler beim Volleyball. Zum Weihnachtsfest hat die Volksstimme eben jene Kreativspieler nach ihren Wünschen befragt.

Schönebeck l Weihnachten gilt traditionell als Zeit der Besinnlichkeit und inneren Einkehr. Der Gedanke von Hendrik Grünig, Aufbauspieler bei den Sachsen-Anhalt-Liga-Handballern der SG Lok Schönebeck, scheint da nur logisch, wünscht sich der Akteur auf Rückraum Mitte doch vor allem, "dass noch ein wenig mehr Ruhe in der Mannschaft einkehrt und alle noch ein Stück weiter zusammenrücken."

Mit der SG Lok will Grünig mit einem Erfolgserlebnis in die Rückrunde starten, "um möglichst schnell die nötigen Punkte einzufahren." Arbeitsbedingt sehr eingespannt, hätte der gebürtige Bernburger nichts gegen ein paar zusätzliche freie Stunden, "um häufiger am Training teilnehmen zu können."

Ähnlich sieht es bei Michaela Sido, Zuspielerin bei den Regionalliga-Volleyballerinnen des SV Pädagogik Schönebeck, aus. "Die Saison geht Anfang Januar wieder los, dazu kommt einiger Prüfungsstress. An Urlaub ist dementsprechend nicht zu denken. Und so freue ich mich einfach an Weihnachten darauf, zu Hause für zwei, drei Tage ein wenig herunterzukommen."

Auf dem persönlichen Wunschzettel spielt die Uni bei Sido eine wichtige Rolle, sie würde sich 2011 vornehmlich über "eine gute Note im Staatsexamen" freuen. Doch auch an ihre Mannschaftskolleginnen beim SVP denkt die Studentin, "Ich hoffe, dass alle gut durch die Rückrunde kommen und von Verletzungen verschont bleiben." Angesichts des nicht ganz so breiten Kaders der Schönebeckerinnen ist die Hoffnung nachvollziehbar, schließlich möchte das Team auch in der Rückserie den ersten Tabellenplatz behaupten, "dann wäre die 3. Liga gesichert."

Jemand, der das traurige Lied vom Verletzungspech in dieser Saison aus eigener leidvoller Erfahrung des Öfteren anstimmen musste, ist Kevin Lindner, Mittelfeldmotor bei den Landesliga-Fußballern vom Schönebecker SC. "Daher gilt für mich persönlich, unbeschwert und frei von Verletzungen durch das neue Jahr zu kommen." Schließlich haben er und der SSC ehrgeizige Ziele für die Rückrunde: "Sportlich wünsche ich uns natürlich Erfolge. Gegen den Aufstieg hätte ich natürlich nichts einzuwenden, denn der Schönebecker Fußball gehört in die Verbandsliga." Dass das Unterfangen wahrlich kein leichtes wird, dessen ist sich auch Lindner bewusst. "Es liegt ein hartes Stück Arbeit vor uns, aber ich verspreche: Wir bleiben dran."

Dran bleiben will auch Handballer Björn Rätzel, persönlich an seiner Leistung, um weiter konstant zu spielen und mit der TSG Calbe in der Sachsen-Anhalt-Liga an den ersten beiden Plätzen. "Das war die beste Hinrunde der letzten Jahre", freut sich Rätzel und wünscht sich, dass es in der Rückrunde genauso erfolgreich weiterläuft. "Auch die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut und ich hoffe, dass das so bleibt." Weihnachten verbringt er im familären Kreis, wünscht sich Gesundheit, dass es allen gut geht und "was man sich sonst so wünscht." Auch freut sich Rätzel darauf, in der besinnlichen Zeit des Jahres mal zur Ruhe zu kommen und abzuschalten vom Alltag.

Persönlich hat sich Aufbauspielerin Stefanie Hüls vom Mitteldeutschen Oberligisten TSG Calbe nichts vorgenommen. Die Handballerin denkt vor allem an die Mannschaft und ihre Mitspielerinnen. "Ich wünsche mir für alle weniger Verletzungspech in der Rückrunde." Wichtig wäre ihr auch, die kommenden Heimspiele gegen die regionalen Gegner wie den BSV 93 Magdeburg oder den HSV Haldensleben für sich entscheiden zu können. "Dazu wünsche ich mir das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite." So soll dann der Klassenerhalt und ein einstelliger Tabellenplatz erreicht werden. Und Hüls hat auch noch einen weiteren entscheidenden Faktor im Kopf. "Ich hoffe die Fans kommen zahlreich in die Halle, um uns zu unterstützen."

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