Schönebeck l Am Sonnabend war es wieder soweit: der Jahreshöhepunkt der Schönebecker Boxer stand auf dem Programm. Im „Stadtpark“ Schönebeck, einem Ort mit boxhistorischer Vergangenheit, fanden insgesamt 21 Kämpfe statt. An diesem Tag brauchten die gut 250 Zuschauer, unter ihnen der Landestrainer des Boxverbandes von Sachsen-Anhalt, sowie viele ehemalige Kämpfer, ihr Kommen nicht zu bereuen. Sie sahen spannende und zum Teil hochklassige Kämpfe mit allen Facetten, die der Boxsport zu bieten hat. Klare und souveräne Siege genauso wie äußerst knappe und manchmal auch unglückliche Entscheidungen.

Insgesamt gingen 70 Boxer aus 13 Vereinen über die Waage. Das Beste vornweg: der gastgebende PSV Schönebeck konnte in diesem Jahr den Mannschaftspokal knapp vor den starken Vereinen vom PSV Anhalt Zerbst und Eintracht Berlin gewinnen, das lag vor allem daran, dass die Schönebecker Boxer in sechs von sieben Kämpfen den Ring als Sieger verließen und dabei mit überwiegend guten Leistungen aufwarteten. Adriano Martinez zeigte eine gute kämpferische Einstellung, musste am Ende aber seinem Gegner den Sieg überlassen, der die klareren Treffer erzielte.

Eine sehr gute Leistung zeigte Simon Heier, der mit viel Kampfgeist und starken Angriffen seinen körperlich größeren Gegner bezwang. Das gleiche galt auch für Yusuf Hanad, der die Anweisungen seines Trainers gut umsetzte und knapp nach Punkten gewann. Brian Kammerad musste vor allem kämpfen, um die Gegenwehr seines Kontrahenten zu brechen. Beide bearbeiteten sich unaufhörlich über drei Runden mit dem besseren Ende für den PSV-Kämpfer. Die erfahrensten Schönebecker zeigten souveräne Leistungen und gewannen ihre Kämpfe entsprechend. Hagen Worofka besiegte im besten Kampf des Abends mit einer starken Leistung seinen Gegner aus Berlin klar nach Punkten. Gleiches gelang auch Robin Eickhorst, der allerdings mehr tun musste, als ihm lieb war, um knapp nach Punkten zu gewinnen. Auch Rocco Hinz siegte klar nach Punkten, tat sich allerdings deutlich schwerer als sonst, seine boxerische Qualität anzubringen. Ihm merkte man den Trainingsrückstand wegen anstehender Prüfungen etwas an.

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