Dresden/Schönebeck l Gut war die Stimmung im gecharterten Bus vor dem Spiel. Fans und die gesamte Abteilungsleitung der Kegler von Union Schönebeck brachten sich vor dem Spiel gegen Motor Mickten Dresden, die ebenfalls in der zweiten Liga spielen, auf Betriebstemperatur. Und all der Aufwand, der im Vorfeld zu bewältigen war, hatte sich gelohnt. Die Männer von Union 1861 Schönebeck schafften mit einem überzeugenden 7:1 (3324:3164)-Erfolg in Dresden den Einzug in die dritte Runde des DKBC-Pokals. Union 1861 ist neben dem frischgebackenen Weltpokalsieger aus Zerbst nun das einzig verbliebene Team aus Sachsen-Anhalt im Pokal.

Große mit gutem Anfang

Die große Anzahl an Fans, welche die Grün-Roten zum SV Motor Mickten Dresden begleiteten, machten ordentlich Stimmung auf der schönen Anlage der Sachsen. Den ersten Grund zum Jubeln brachte Thomas Große, der mit Stefan Hey keinerlei Probleme hatte, alle vier Satzpunkte (SP) holte und mit 582:546 dazu noch satte 36 Zähler gutmachte.

Im anderen Duell war es ebenfalls der Schönebecker, der den Ton angab. Lediglich einen Satzpunkt musste Lars Schneidereit dem Gastgeber Philipp Jost überlassen. So ging auch der zweite Mannschaftspunkt (MP) bei 533:487 Holz an die Schönebecker. Schneidereit verschaffte sich ebenfalls einen gewaltigen Kegelvorsprung.

Im Mittelpaar fand Dustin Busse nicht wie zuletzt in sein gewohntes Spiel. Benjamin Wustrack nutze dies aus und holte mit 534:505 den ersten MP für Dresden. Dennoch sprangen für Busse dabei zwei wichtige SP heraus.

Gegen den Tagesbesten der Hausherren trat Maik Siegemund an und ging siegreich von der Platte. In einem Duell auf Augenhöhe konnte sich der Schönebecker erst auf der Schlussbahn ein wenig absetzen und holte mit 3:1 SP und 562:547 Kegeln den dritten MP. Nun fehlte nur noch ein MP und ein SP zum Gesamtsieg für Grün-Rot.

Guido Müller und Nico Just schienen sich aber uneins darüber, wer diesen holen sollte. Also machten beide den Sack direkt nach drei Sätzen zu und erspielten sich vorzeitig ihre MP durch drei gewonnene Bahnen. Nico Just schloss sein Spiel mit guten 561 Kegeln ab und überließ Oliver Gnepper (528) lediglich den letzten SP der Partie. Guido Müller ließ Uwe Billerbeck (513) hingegen auf keiner Bahn gewähren, siegte klar mit 4:0 und hob mit 581 Holz den Vorsprung im Gesamtergebnis beider Teams nochmals deutlich an.

Geschafft aber glücklich setzten sich sowohl die Spieler als auch die Fans wieder in den Bus in Richtung Schönebeck. Die Stimmung war dabei prächtig.