Calbe l Während der Stadionsprecher am Heger die Aufstellungen der Teams über die Lautsprecher erklingen ließ, blickten sich die Zuschauer des Landesligisten teilweise etwas ungläubig an. Die Startaufstellung der TSG Calbe hielt Überraschungen bereit. Zum einen gehörte Evgeni Denisenko wieder zum Aufgebot. Sebastian Zapke aus der Reserve half aus. Doch der dritte Namen überraschte am meisten. Maik Adrian stand nach seiner Verletzung wieder in der Startelf. Der 35-Jährige bedankte sich für das Vertrauen direkt mit einem Treffer. Zum Sieg reichte es dennoch nicht, die TSG Calbe und der MSV Börde teilten sich die Punkte.

Viele Änderungen

Nach dem Spiel waren die Calbenser glücklich mit dem Unentschieden, „auch wenn wir Christian Harant lieber über drei Punkte informiert hätten“, sagte Betreuer Detlef Sobczak. Zusammen mit dem Co-Trainer Maik Hoffmann übernahmen beide an der Seitenlinie die Verantwortung. Die Änderungen im Kader begründete der Betreuer damit, dass „viele Spieler berufsbedingt nicht zum Training kommen können“.

In der Anfangsphase der Partie war davon wenig zu spüren. Auch wenn der MSV Börde optisch mehr Spielanteile besaß, „konnten wir große Chancen verhindern“, so Sobczak. Gegen die kompakte Abwehr fand der Gast keine Möglichkeiten. Über lange Bälle suchte die TSG die Stürmer Adrian und Thomas Hellige. In der ersten Hälfte blieb das erfolglos.

Den besseren Start fand der MSV, doch das Tor erzielte die TSG. Nach einem langen Ball über links setzte sich Adrian „in seiner unnachahmlichen Art“, wie der Betreuer die Sit-uation schilderte, durch und stellte den Spielverlauf mit seinem Treffer auf den Kopf (56.). „Das Tor hat er erzwungen. Es war das Glück des Tüchtigen“, meinte Sobczak.

In der Folgezeit war die TSG bemüht, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Offensive Entlastungen waren kaum zu sehen. Der MSV machte Druck, doch vergab reihenweise gute Chancen. Drei Minuten vor dem Ende war es Patrick Ebeling, der nach einer schönen Kombination zum 1:1-Ausgleich traf. „Zum Ende hat uns dann etwas die Kraft gefehlt“, sagte Sobczak. Was nicht fehlte, war der kämpferische Einsatz aller TSG-Spieler.

TSG: Schulz - Lull, Buszkowiak, Harms, Denisenko, Puschnigg, Adrian (59. Dummer), Soethe (72. Sandau), Baartz, Hellige, Zapke Tore: 1:0 Maik Adrian (56.), 1:1 Patrick Ebeling (87.); SR: Julius Weiser (Wittenberg); ZS: 39