Förderstedt/Kleinmühlingen l  Vor allem Durchgang eins war dabei aber nichts für die zahlreichen Fußball-Feinschmecker vorort. Wie das ängstliche Kaninchen vor der bissigen Schlange. So sah das Landesklasse-Fußball-Spiel zwischen dem SV Förderstedt und dem TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens lange Zeit aus. Allerdings auf beiden Seiten. Na klar wollten sich die Förderstedter nicht wieder abschießen lassen wie vor rund sechs Wochen im Pokal (0:8). Und der Ligaprimus fand gegen den SVF nur wenige Mittel. Besserung gab es im zweiten Durchgang. Beide Teams trauten sich zusehends mehr zu, doch die Tore erzielte nur der Tabellenführer aus Kleinmühlingen. Mit 0:3 (0:1) unterlag der SV Förderstedt, doch Spielertrainer Artan Isufi war zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben kämpferisch gut dagegengehalten und viele Zweikämpfe geführt“, so der Coach.

Und so sah dann eben auch ein Großteil der ersten Hälfte aus. Viele Fouls unterbrachen jeglichen Spielfluss. „Das waren aber keine harten Sachen“, beobachtete Mario Katte, Trainer des TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens. Chancen kreierten daher beide Teams nur äußerst selten. „Spielerisch war nicht viel zu sehen, aber von beiden Teams“, so Isufi. Seine Mannschaft war es aber, die zu früh mit dem Kopf in der Kabine war. Nach einer Flanke von Philipp Schmoldt stieg Florian Schmidt in der Mitte unbedrängt nach oben und netzte locker ein (45.). „Das Tor fiel genau zu richtigen Zeit“, meinte Katte.

Nach dem Seitenwechsel begannen beide Teams erneut verhalten. Doch nach etwa 20 Minuten änderte sich dies. Beide Mannschaften klappten die Visiere nach oben. „Wir haben versucht, weiter nach vorne zu spielen“, sagte Isufi, doch vor dem Kasten fehlte die letzte Konsequenz. Besser machte es auf der Gegenseite Kevin Junge. Nach einer Flanke vom eingewechselten Norman Möbes, der „das Spiel noch einmal kreativ belebt hat“, wie Katte meinte, stand Junge in der Mitte völlig blank und nickte ein (70.). „Das war eine Kopie vom ersten Gegentreffer“, ärgerte sich Isufi, der seine Mannschaft auf eine Dreierkette umstellte. Prompt kam es zu Chancen, doch Benjamin Kollmann setzte das Leder per Kopf zweimal über den Querbalken (73., 77.).

Isufi hat die größte Chance

Die wohl größte Chance hatte Isufi selbst. Kollmann schirmte das Leder knapp 16 Meter vor dem Tor clever ab und legte quer für den Chef. Sein Schuss rauschte allerdings knapp am Kasten vorbei (85.)

Somit war es Norman Möbes vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen. Junge brachte eine Flanke auf den zweiten Pfosten, wo Sebastian Guhde mit dem Kopf in die Mitte legte. Michael Buschke klärte nur unzureichend, sodass die Kugel direkt vor den Füßen von Möbes landete, der aus der Drehung, fast mit dem Schlusspfiff, platziert ins Eck traf. „Wir hatten sechs Chancen, wovon wir drei gemacht haben“, beobachtete Katte. „Dass waren aber auch die, welche wir machen mussten.“ Isufi und seine Mannen mussten deshalb eine Pleite hinnehmen, dennoch sah der Coach eine deutliche Steigerung im Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen. „Das Spiel war von viel Kampf und Hektik geprägt. Ich muss aber auch zugeben, dass Kleinmühligen verdient gewonnen hat“, sagte der SVF-Coach.