Schönebeck l Die Elster ist gemeinhin als diebisch bekannt. Zumindest wenn man der germanischen Mythologie Glauben schenkt. Der namensgleiche Fußball-Verbandsligist SV Eintracht bestätigt diesen Ruf in den letzten Wochen eindrucksvoll. Der Gegner von Union 1861 Schönebeck stibitzte zuletzt zahlreiche Punkte.

Die Verbandsligapartie zwischen dem SV Eintracht Elster und Union 1861 Schönebeck, die am morgigen Sonnabend um 15 Uhr angepfiffen wird, darf den Schönebecker Verantwortlichen um Trainer Andreas Sommermeyer durchaus Sorgen bereiten. Denn eine Truppe „Singvögel“, wie man es vielleicht mit dem Ortsnamen assoziieren könnte, wartet auf die Schönebecker ganz sicher nicht. Immerhin muss der Tabellenletzte beim Rangvierten antreten.

Und der hat in den vergangenen Wochen durchaus für Furore gesorgt. 1:0 gewann die Eintracht in Kelbra, es folgten Heimerfolge gegen Rot-Weiß Thalheim (4:2) und den SV Westerhausen (3:0). Die Unioner müssen sich also auf ein Duell mit einem echten „Raubvogel“ gefasst machen, zumal sie selbst in der Rückrunde erst zwei magere Punkte geholt haben und sich längst auf Verbandsliga-Abschiedstour befinden. „Wenn ich mir die letzten Resultate anschaue, dann ist der Gegner im Moment eher der große Raubvogel“, nimmt Sommermeyer den tierischen Vergleich in seine Vorausschau auf die Partie auf. Der Trainer fügt aber an: „Wir sind aber sowieso gezwungen auf uns zu schauen, weil wir arg gebeutelt sind“, blickt Sommermeyer mit großen Sorgenfalten auf seinen Kader.

Der ist nicht besonders breit aufgestellt und nun werden Benjamin Bubke (Gelbsperre) und Lucas Michaelis (beruflich verhindert) ausfallen. Wahrscheinlich steht auch Mathias Rhode nicht zur Verfügung. „Das entscheidet sich kurzfristig“, sagt der Coach und hofft, dass der Kapitän mit an Bord ist. „Wenn man unseren kleinen Kader sieht und weiß, dass wir zuletzt etwa 14 Leute hatten, kann man sich ausrechnen, dass wir Probleme haben, die Mannschaft voll zu kriegen“, erklärt Sommermeyer.

Die Lösung des Problems sind A-Junioren. „Ein oder zwei werden mitfahren und sicher auch ins kalte Wasser geschmissen“, so der Coach.