Schönebeck l Den größten Erfolg im Zuge der Vorbereitung konnte Union Schönebeck aus der Verbandsliga beim Sparkassen-Cup feiern. Dort schaffte es das Team von Trainer Andreas Sommermeyer bis ins Finale. Aber auch im dritten Anlauf scheiterte Grün-Rot knapp im Finale am SV Schwarz-Gelb Bernburg. Erst das Elfmeterschießen brachte Bernburg (5:4) als Sieger hervor. Die Testspiele verliefen für Union eher durchschnittlich. Zu oft vielen eine Handvoll Spieler aus, sodass Sommermeyer auf Spieler aus der Zweiten oder der Jugend zurückgreifen musste. Gegen Union Heyrothsberge kassierte Schönebeck eine 1:4-Niederlage, gegen Niegripp reichte es zu einem 2:2. Den einzigen Sieg fuhren die Unioner gegen Germania Olvenstedt ein (9:3). Zum Abschluss der Vorbereitung gab es eine überraschende 1:2-Niederlage gegen Eintracht Gommern.

Volkstimme-Sportredakteur Kevin Sager gibt einen Überblick über die Spieler, die sich in der Vorbereitung in den Vordergrund spielten und die den Sprung in die Startelf packen könnten.

System:

Trainer Andreas Sommermeyer ist ein großer Freund der Fünferkette, wie er selbst bestätigt. Daher wird diese Formation in der Saison wohl des Öfteren zum Einsatz kommen. Gegen die vermeintlich „schwächeren“ Teams wird dann die Viererkette als Alternative dienen. „Ich spiele gern mit zwei Stürmern“, sagt Sommermeyer zudem. Daher wird die Doppelspitze in den jeweiligen Formationen wohl eine große Rolle spielen.

Tor:

Der Gewinner der Vorbereitung ist auf dieser Position einfach zu bestimmen. Nach dem überraschenden Abgang von Maximilian Heidel, der erst vor drei Wochen zu Union ging, ist Stephan Pingel auf dieser Position gesetzt. Geplant wurde zudem mit Leon-Pascal Jaffke. Doch der 18-Jährige bat um eine Pause, welche der Coach einwilligte.

Abwehr:

Gesetzt sein wird höchstwahrscheinlich Christoph Irmscher. „Er ist einer der erfahrenen Spieler und er soll auch das Sagen haben. Die Rolle hat er angenommen“, so Sommermeyer. Daher wird Irmscher nicht zu verdrängen sein. Zusammen mit Irmscher könnte Michael Fichte die Innenverteidigung bilden. „Er hat ein großes Potential. Ein Linksfuß ist immer gesucht.“ Jedoch ist der Neuzugang aus Bismark beruflich oft verhindert. Auch Christian Wagner hätte Chancen auf einen Einsatz. Mit seinen 34 Jahren zählt er außerdem zu den erfahrenen Akteuren. Doch nach einer Verletzung (Kreuzband) ist Wagner noch nicht wieder fit. Auch Benjamin Balder könnte eine Alternative darstellen. Aber auch Balder bat um eine Auszeit, um sich um seine Familie zu kümmern. Als Außenverteidiger könnte Aaron Schäfer spielen. „Er kann aber auch im Mittelfeld eingesetzt werden.“ Als „sehr fleißig“ wird Michel Simon Treusch von seinem Coach betitelt. „Ich kann mich immer auf ihn verlassen.“ Der 23-jährige Verteidiger stellt daher eine gute Alternative dar.

Mittelfeld:

Einen garantierten Stammplatz wird Mathias Rhode haben. Der 32-Jährige wird wohl auch weiterhin als Kapitän die Mannschaft anführen. „Er war jedes Training da und hat sogar seine Arbeitszeiten verlegt“, ist Sommermeyer positiv überrascht. Und dieser Sportsgeist wird auch belohnt. Neuzugang Benjamin Bubke, der aus Stendal kam, überzeugte den Coach ebenfalls in der Vorbereitung. „Er hat einen super linken Fuß, ist technisch stark und hat eine gute Spielübersicht.“ Beide kennen sich bereits aus der gemeinsamen Zeit in Stendal. Jedoch ist Bubke beruflich oft eingeengt. Auch Przemyslaw Kucybala ist ein fleißiger Spieler. „Er ist ein super Typ und ich bin froh, dass er da ist“, sagt Sommermeyer. „Er befindet sich jedoch noch in der Eingewöhnungsphase. Es ist sein erstes Jahr in der Verbandsliga.“ Daher wird er wohl seltener zum Einsatz kommen. David Kühn steht verletzungsbedingt vorerst nicht zur Verfügung, „doch er wird sich zurückkämpfen“, sagt der Coach.

Auch die jüngeren Spieler wie Justin Dehnecke, Alexander Schellbach, Lucas Michaelis oder Lennart Richter überzeugten Sommermeyer. Doch für die „Jugend“ kommt ein Stammplatz wohl noch zu früh. Es fehlt noch an der Erfahrung, um in der Verbandsliga zu bestehen.

Sturm:

Als einer der größten Gewinner der Vorbereitung zählt wohl Johannes Schliemann. In der vergangenen Saison spielte der 29-Jährige kaum eine Rolle. Unter Sommermeyer blüht er wieder auf. In acht Spielen erzielte Schliemann bisher neun Tore. Er dürfte sich für die Startelf empfohlen haben. Auch Neuzugang Marcus Bolze hinterließ einen bleibenden Eindruck. „Er steht immer richtig und dient auch als Vorbild“, lobt Sommermeyer seinen Angreifer. Neben ihm dürfte jedoch Philipp Glage den Vorzug erhalten vor Schliemann, sollte der Coach mit einer Doppelspitze spielen. „Bolze und Glage sind eher die spielenden Stürmer.“ Bastian Lorenz ist derzeit noch verletzt (Sprunggelenk), bietet jedoch eine gute Alternative. Mit Tobias Heinick sorgte Union für eine weitere Option. Vorerst spielt der Neuzugang vom VfB Ottersleben jedoch noch keine Rolle. Nach einem Kreuzbandriss im vergangenen Sommer hat Heinick noch keine Trainingseinheit mit Ball absolviert. „Die Zeit wird zeigen, wie gut er sich entwickelt. Ich freue mich aber, dass er da ist“, so Sommermeyer.

Spieler der Zweiten:

Durch die personelle Not testet Sommermeyer auch Spieler aus der zweiten Mannschaft. So kamen Christian Harke, Marcus Mücke, Saleh Assad, Johannes Staufenbiel, Tobias Finke und Thomas Jaenecke zum Einsatz. Doch für alle Spieler dürfte nicht mehr als ein Platz auf der Bank herausspringen.