Kleinmühlingen l Nach der 0:5-Niederlage gegen den SSV Besiegdas Magdeburg kündigte Mario Sens, Trainer des Landesklassisten TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens, klärende Gespräche an. Und diese fanden unter der Woche statt. Sogar andere Trainer haben sich bereits beim Coach gemeldet und haben sich nach der aktuellen Lage erkundigt. Doch Sens hat seine eigenen Methoden, um mit dieser Situation klar zu kommen. „Die Spieler hatten die Möglichkeit sich auszusprechen. Ich war dabei ruhig“, erklärte Sens. „Es bringt nichts, weiter auf ihnen herumzuhacken.“

Denn für den TSV stehen bereits die nächsten zwei Partien auf dem Programm. Sonnabend gastieren die Kleinmühlinger beim SV Germania Güsen (14.). Und auch bei den Gastgebern sieht die Statistik eher negativ aus. Seit 13 Spielen konnte Güsen keinen Sieg mehr einfahren und rutschte weit in den Tabellenkeller. Nur zwei Punkte trennt das Team von einem Abstiegsplatz. Doch auch Kleinmühlingen hat ein „kleines Tief“, wie der Trainer die momentane Lage beschreibt. Denn der TSV ist seit neun Spielen ohne Sieg. Besonders die beiden vergangenen Spiele gegen Samswegen und Besiegdas Magdeburg, beide gingen mit 0:5 verloren, warfen die Kleinmühlinger (12.) weit zurück in der Tabelle.

Wie die Wende geschafft werden soll? So richtig weiß Sens das auch nicht. „Wir haben klare Worte gefunden. Jetzt ist eine Antwort nötig. Die Spieler brauchen unbedingt ein Erfolgserlebnis“, ist sich der Coach sicher. Und vielleicht sind die Güsener, die ebenfalls stark verunsichert sind, der richtige Gegner. Doch dafür muss der TSV die einfachen Fehler aus der Vorwoche vermeiden. Sens sagte nach dem Spiel, „dass wir sinnlose Bälle schlagen, weil wir verunsichert sind“. Doch mit einem Tor könnte die Anspannung abfallen.

Doch zwei Spieler werden dabei nicht mithelfen können. Sebastian Durrhack fehlt auf Grund von fünf Gelben Karten. Auch Marcel Podlech ist heute nicht mit von der Partie, da der Mittelfeldakteur am vergangenen Sonnabend die Gelb-Rote Karte sah. „Ansonsten sind aber alle da“, so Sens.

Und am Montag wartet dann bereits der nächste Gegner. Die Reservemannschaft des 1. FC Magdeburg reist nach Kleinmühlingen. Und dann werden auch Durrhack und Podlech wieder dabei sein. Auch Erik Schmidt, der in der vergangenen Woche eine gute Leistung zeigte, wird zum Aufgebot gehören. Und die Marschrichtung für beide Spiele ist klar: „Wir müssen uns den Arsch aufreißen und den inneren Schweinehund überwinden. Wir haben in dieser Saison schon bewiesen, dass wir Fußball spielen können.“ Es muss ein Erfolgserlebnis her, damit der TSV die eigenen Stärken wieder findet. Und das funktioniert nur mit Punkten.