Kleinmühlingen l Große Sorgenfalten machen sich auf der Stirn von Mario Katte breit. Der Coach der Grün-Weißen kränkelt selbst etwas. Die Grippewelle hat den kleinen Ort fest im Griff. Die wichtigste Information in diesen Tagen zuerst: Es handelt sich bei keinem der Spieler um einen Coronafall. Laufende Nasen und angeschlagene Knochen sorgen dafür, dass die Personallage beim Aufsteiger alles andere als rosig aussieht. „Vom 24-Mann-Kader stehen bisher erst acht spielfähige Leute zur Verfügung“, macht TSV-Coach Mario Katte deutlich, wie ernst die Lage vor dem Duell am Sonnabend um 14 Uhr gegen den MSC Preussen ist.

Spieler der Zweiten müssen aushelfen

Eine Überlegung, das Spiel abzusagen, stand im Raum. Doch das wollten beide Parteien nicht. Somit müssen wohl einige Spieler aus der Zweiten herhalten. Die Sorgenfalten sind also berechtigt, denn auch da steht noch nicht fest, wer überhaupt die Reise in die Landeshauptstadt antreten wird. „Das normale Training rückt ein wenig in den Hintergrund. Wir müssen jetzt erstmal schauen, wen wir noch alles nachgemeldet bekommen. Es wartet einiges an Arbeit auf uns“, so Katte.

Der Gegner hingegen ist ebenfalls ein ordentliches Kaliber. Der MSC zählt für den Übungsleiter zu den Mannschaften, „die am Ende der Saison um den Aufstieg mitreden werden. Der MSC hat eine erfahrene Truppe, die spielerisch überzeugt“. Wie schon in der Vorwoche gegen Saxonia Tangermünde stehen die Kleinmühlinger mit dem Rücken zur Wand. Abermals liegt in dieser Ausgangslage aber auch die große Chance, daraus Kapital zu schlagen. „Wir haben wieder nichts zu verlieren und können nur gewinnen. Egal wer am Sonnabend dann auf dem Platz steht. Über die Grundtugenden wollen wir wieder für Aufsehen sorgen“, macht Katte deutlich, dass sich der Aufsteiger in einer ähnlichen Situation wie in der Vorwoche befindet. Dort bejubelte das Team den ersten Erfolg.

Allerdings spielten die Grün-Weißen auf der heimischen Anlage. Ein Vorteil, der diesmal nicht zum tragen kommt: „Ich kenne den MSC noch von früher und weiß, wie sie funktionieren. Vor allem auf ihrer Anlage sind sie stark“, so der Coach. „Wir müssen aus der Rumpftruppe alles herausholen und das beste aus der Situation machen. Die Ausgangssituation ist allerdings nicht einfach.“