Schönebeck l Versteckt liegt der Sportplatz in Bismark. Kurz vor dem Ortsausgang führt ein kleiner Weg nach links in ein Waldstück. Es könnte vermutet werden, dass der Platz daher nicht die größten Ausmaße annehmen kann. Doch Thomas Sauer klärt auf: „Sie besitzen einen großen Platz, auf dem viele Räume entstehen können.“ Genau das wollen die Landesliga-Kicker von Union Schönebeck am Sonnabend um 15 Uhr verhindern, wenn es zum Topspiel gegen den TuS Schwarz-Weiß Bismark kommt. Immerhin empfängt der Tabellenvierte den Sechsten.

Gute Stimmung

„Bismark weiß, wie sie mit dem Platz umgehen müssen. Für uns wird es wichtig sein, dass wir die Räume so eng wie möglich halten“, erklärt Sauer, der mit einem „positiven Gefühl“ in die Altmark reist. Recht geben ihm die Ergebnisse der vergangenen drei Spiele, die allesamt gewonnen wurden. „Die Stimmung im Team ist ordentlich, alle sind alle gut drauf. Wir arbeiten kontinuierlich an den Schwächen und fokussieren uns auf Stärken.“

Diese liegen deutlich in der Offensive. Zwölf Tore in nur drei Spielen erzielten die Elbestädter. Richtig in Form ist derzeit Stürmer Marcus Bolze, der mit sieben Treffern auch die Torschützenliste anführt.

Im Vorfeld beschäftigte sich Sauer aber auch mit dem Gegner. „Bismark hat auf jeden Fall Stärken im Spiel nach vorn. Die schnellen Außenspieler haben reichlich Technik, Tempo und Wucht besitzen“, schätzt der Union-Coach ein.

Es lässt sich also vermuten, dass es ein Topspiel werden wird, in dem die Offensivreihen das Sagen haben. Für Union ist daher wichtig: „Wir müssen gut in die Zweikämpfe kommen“, so der Coach. In der Defensive offenbaren sich allerdings immer wieder kleine Schwächen. Auch in der Vorwoche kosteten Fehler im Aufbauspiel zwei Gegentore.

Gegen Bismark darf es nicht dazu kommen, denn die Fehler werden in der Spielklasse eiskalt bestraft. Sauer erwartet jedoch „ein Spiel auf Augenhöhe. Es ist schwer, einen Favoriten auszumachen.“ Der Optimismus ist auch am Coach nicht vorbeigegangen. „Wir fahren nach Bismark, um weitere Punkte zu holen, sonst brauchen wir nicht anreisen.“

Personell kann der Coach derweil auf eine breite Bank zurückgreifen. Einzig Michel Treusch bleibt der Altmark nach einem Fingerbruch fern. So werden wieder einige Youngsters zum Einsatz kommen. „Wir wissen, dass wir ein junges Team haben“, so Sauer. „Uns ist daher auch bewusst, dass Leistungsschwankungen auftreten können. Diese müssen wir minimieren, um auch die Fehlerquellen zu kompensieren“, erklärt der Übungsleiter.

Doch das Spiel gegen Bismark ist nicht nur ein Topspiel, sondern auch das Aufeinandertreffen zwei junger Teams. 25,26 beträgt das Durchschnittsalter der Schwarz-Weißen, das der Unioner 24,7. Doch wer ist abgebrühter?