Salzlandkreis l Mit der Wolfener Mannschaft Chemie, deren späterer Name FC Grün-Weiß Wolfen lautete, führt ein Team die ewige Tabelle der Verbandsliga an, welches heute nicht mehr existiert. Mannschaften aus den Salzlandkreis mischen in dieser Statistik nicht vorne mit. Unter den besten zehn ist nämlich kein Team aus der Region zu finden. Und dennoch nimmt der Schönebecker SV in diesem Ranking eine recht ordentliche Platzierung ein. Beachtliche 350 Spiele absolvierte der SSV in Sachsen-Anhalts Fußball-Oberhaus. 134 davon gewannen die Elbestädter, schossen 619 Tore und erspielten sich damit 472 Punkte.

Union sitzt dem SSC bereits im Nacken

Mit diesen Werten kann Lokalrivale Schönebecker SC bei weitem nicht mithalten. Wie auch, denn die „Grünen“ absolvierten lediglich 86 Verbandsligaspiele in denen lediglich zwölf Siege und sechs Remis gelangen. Die daraus resultierenden 42 Zähler reichen nur zu Platz 58.

Weitere Punkte werden zukünftig aber beide Schönebecker Clubs nicht mehr verbuchen können. Denn sie haben bekanntlich fusioniert und so tritt seit dem Jahr 2016 Union 1861 Schönebeck an. Mit zunächst mäßigem Verbandsligaerfolg. In zwei Spielzeiten wurden 38 Punkte gesammelt, was Rang 60 bedeutet. Ob weitere Zähler zur ewigen Tabelle hinzu kommen, wird die Zukunft zeigen müssen. Aktuell spielt der Verein, nach dem Abstieg im Jahr 2019, in der Landesliga. Ein Aufstieg scheint kurzfristig nicht in Sicht zu sein. Langfristig ist es aber ganz sicher ein erstrebenswertes Ziel.

Calbe schafft 1999 den Sprung

Die Aufstiege in die Verbandsliga gehören auch bei Calbes Fußball Abteilungsleiter Rainer Schulze „zu den vielen Dingen, an die man sich gern erinnert.“ Insgesamt fünf Spielzeiten dribbelten die Männer der TSG Calbe in dieser Liga auf. Der erste Aufstieg gelang 1999. Nach mehreren vergeblichen Anläufen schafften es die Heger-Kicker vor 21 Jahren endlich aufzusteigen. Trainer Andreas Brinkmann und die Spieler um Mannschaftskapitän Thomas Dummer schafften damit den bis dahin größten sportlichen Erfolg der Vereinsgeschichte. Folgerichtig erhielt das gesamte Teams auch die Ehrennadel der TSG. Überreicht wurde diese damals von Vizepräsident Georg Hamm.

In den folgenden Jahren musste die TSG dann immer wieder den Abstieg verkraften, kämpfte sich aber auch wieder zurück in die Verbandsliga. So sammelten die Saalestädter in 160 Spielen 169 Punkte und belegen damit Rang 37 der ewigen Tabelle.

Sechs Plätze dahinter rangiert der SV 09 Staßfurt. Dieser war immerhin vier Spielzeiten in der Verbandsliga dabei. Erstmals gelang der Aufstieg im Jahr 2006. Es folgten drei Saisons, ehe nach dem Abstieg zur Saison 2010/11 der Weg nochmal nach oben führte. In 146 Partien feierten die 09er 33 Siege und erspielten sich zudem 34 Unentschieden. Bei 79 Niederlagen und einem Torverhältnis von 181:302 kommen die Bodestädter auf 133 Punkte. Beim SV 09 hofft man perspektivisch natürlich auch auf eine Rückkehr in die höchste Spielklasse des Landes. Doch ähnlich wie bei Union Schönebeck, ist dazu noch ein steiniger Weg zu bewältigen.

Relativ schnell in die Verbandsliga zurückkehren wird indes ein anderes Team aus dem Salzlandkreis. Der TV Askania Bernburg ist seit einigen Jahren in der Oberliga zuhause, steht dort aber nun vor dem Abstieg. Ein Neuaufbau soll anschließend erfolgen. Gelingt dieser, werden zu den bisherigen 408 Punkten ganz bestimmt noch einige hinzu kommen. Um einen Rang gut zu machen, fehlen dem 19. der Tabelle aber noch satte 54 Zähler. Dem „Tabellenführer“ aus Wolfen kommt indes der 1. FC Romonta Amsdorf immer näher. Das Team hat in der laufenden Saison schon 48 Punkte geholt und ist Tabellenführer. Damit wird der Abstand des Rangzweiten in der ewigen Tabelle zur Spitzenposition immer weiter verkleinert.