Wolmirsleben l Ohne großes Abtasten setzten beide Mannschaften sofort auf Offensivfußball und schon früh gab es so Tore zu sehen. Florian Schmidt erzielte nach nur drei Minuten den Führungstreffer für Wacker, den Johnny Rodriguez Gomez jedoch kurze Zeit später (7.) wieder ausglich. Bis zur Pause war es ein sehr bewegtes Match mit vielen rassigen Zweikämpfen und recht hohem Spieltempo. Die gut organisierten Abwehrreihen ließen aber wenig zu. Jedoch war die SVW-Abwehr oft stark gefordert, weil die Wacker-Elf sehr hoch stand und eine bissige Zweikampfführung zeigte. Mit dem frühen Pressing der Gäste kamen die Einheimischen nur schwer zurecht und verloren so im Vorwärtsgang recht leicht eroberte Bälle. Mehrfach konnten sich die Wolmirsleber bei Keeper Jan Moritz bedanken, dass es nicht schon frühzeitig einen Rückstand gab.

Chancenplus der Gäste

Das Chancenplus der Gäste war unübersehbar, weil sich der Gastgeber im Vorwärtsgang auch zu oft in Einzelaktionen verzettelte. Verdient belohnte sich das Gästeteam dann auch mit der 2:1-Pausenführung druch Dustin Giemsch. Zur Pause nahm SVW-Trainer Andreas Karasch dann einige taktische Veränderungen vor, die sich dann auch recht schnell in der Spielweise seines Teams zeigten. Die Gäste wurde bei Ballbesitz schon in ihrer Hälfte zum Zweikampf gestellt und so schlichen sich immer mehr Wacker-Abwehrfehler ein. Wolmirsleben nutze diese binnen sechs Minuten, um das Ergebnis zu drehen. Doch sofort ging ein Ruck durch die Wacker-Reihen und es wurde erneut starker Angriffsdruck entwickelt. Somit waren die abermals höheren Feld- und Spielanteile der Gästeelf unübersehbar, wohl auch bedingt durch drei Auswechselungen. Doch die Heimelf verstand es nun immer besser, sich bei Ballbesitz umsichtig und schnell zu befreien und durch schnelle Konter immer wieder Nadelstiche zu setzen. So schien das 4:2 schon die Vorentscheidung zu sein, doch die Gäste-Elf konnte noch einmal zulegen. Mehrfach wurde der Weg zum SVW-Tor gesucht. Die Kampfbereitschaft und das Spieltempo beider Teams waren weiterhin hoch und die Zuschauer sahen ein Match mit hohem Unterhaltungswert. Als Florian Schmidt schließlich jedoch mit einem Strafstoß an Moritz scheiterte (86.), war der schwer erkämpfte SVW-Dreier nicht mehr zu verhindern.

„Unser Sieg war am Ende wohl nicht unverdient, doch der starke Gast war keinesfalls drei Tore schlechter“, so das Fazit von SVW-Mannschaftsleiter Christoph Karasch.

SV Wolmirsleben: Jan Moritz – David Barbe, Johannes Beyer, Patrick Anhalt, Johnny Rodriguez-Gomez (86. Karsten Schmidt), Julien Karasch (80. Ricardo Rodriguez-Gomez), Gabriel Kleider, Florian Zehner (40. Oliver Hackel), Karim Hassi, Anee-Jan van der Velde, Lukas Radl

Wacker Felgeleben: Peter Niederbudde –Eric Simowski (89. Robin Bittkau), Matthias Fitzner (80. Hannes Bröse), Phlilipp Sauer (69. Max Töffels), Tobias Weidemann, Lucas Oschmann (69. Daniel Pfau), Dustin Giemsch, Benny König, Tim Pflug (69. Tom Simon), Florian Schmidt, Moritz Bullert

Schiedsrichter: Stefan Schmuck (Bernburg), Zuschauer: 120

Tore: 0:1 Florian Schmidt (3.), 1:1 Johnny Rodriguez-Gomez (7.), 1:2 Dustin Giemsch (45.), 2:2 Patrick Anhalt (47.), 3:2 Gabriel Kleider (53.), 4:2 Julien Karasch (74.), 5:2 Gabriel Kleider (90+1)