Schönebeck l Er hielt sich bedeckt. Zumeist stand Andreas Sommermeyer, Trainer des Verbandsligisten Union Schönebeck, hinter der Bank an der Bande. Während er das Treiben seiner Mannschaft beobachtete, unterhielt er sich mit seinem Fitnesstrainer Gerhard Teichert. Und das ganze hatte auch einen Grund: „Die Mannschaft sollte sich selbst coachen. Sie sollten einfach Spaß haben. Ich wollte mich gar nicht einmischen“, verriet Sommermeyer nach dem Hallenfußballturnier.

Ohne Zwang

Und seine Mannschaft hatte Spaß. Am Ende langte es beim für den vierten Platz. Das „kleine Finale“ gegen Germania Olvenstedt ging mit 1:3 verloren. „Wir hatten keine Erwartungen an das Turnier. Daher gab es auch keine Vorgaben“, meinte Sommermeyer. Denn die Spieler selbst sollten entscheiden, wer Lust auf den WBG-Cup hat. Dazu lag bei den Unionern eine Liste aus und jeder Spieler konnte sich eintragen, erzählte der Coach.

Und die Zusammenstellung passte anscheinend. Direkt im ersten Spiel wurde die TSG Calbe mit 2:1 besiegt. In der Gruppe A blieben die Schönebecker ungeschlagen und zogen als Gruppenzweiter in das Halbfinale ein. Dort wartete der spätere Turniersieger auf den Verbandsligisten. Das Spiel wurde zu einer deutlichen Angelegenheit für die Harzer. Nach dem 1:4 musste sich Union mit dem kleinen Finale begnügen, dass auch verloren ging. „Ich habe gesehen, dass wir noch einiges machen müssen bis zum Rückrundenstart“, fasste der Übungsleiter zusammen. Am wichtigsten war allerdings für Sommermeyer, dass „sich kein Spieler verletzt hat“.

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Das Landesliga-Vertreter TSG Calbe bot indes erneut eine überschaubare Leistung an. Im Vergleich zum Fides-Cup, bei dem das Team den vorletzten Platz belegte, gab es personell zwei Änderungen. Top-Torjäger Thomas Hellige und Maximilian Puschnigg waren in Schönebeck dabei. Nach einer enttäuschenden Vorrunde mit nur einem Punkt aus drei Spielen verlor die Mannschaft von Trainer Christian Harant auch das Neunmeterschießen um Platz sieben und wurde somit Letzter. „Natürlich kommt man nicht nach Schönebeck, um Letzter zu werden. Aber einer muss es nun mal werden. Ich sehe das aber nicht so verbissen, denn unser Fokus liegt auf der Rückrunde“, so Harant.

Für den Veranstalter war es ein gelungenes Turnier. „Wir haben super Spiele gesehen. Dass sich die Gemüter auch mal erhitzen ist auch verständlich. Ich denke, Blankenburg hat hier verdient gewonnen“, sagte Unions Abteilungsleiter Dorian Reichelt. Auch wenn Union „gerne selbst den Pott geholt hätte“.